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Die Geschichte des Burberry-Trenchcoats beginnt 1856: Thomas Burberry gründete sein Unternehmen in Basingstoke in England. Regenbekleidung bestand im 19. Jahrhundert häufig aus gewachsten, geölten oder gummierten Materialien. Sie hielten Feuchtigkeit zwar draußen, waren jedoch steif und wenig atmungsaktiv. Thomas Burberry experimentierte deshalb mit neuen Webtechniken und entwickelte 1879 das Material „Gabardine“ – einen dicht gewebten Stoff, der strapazierfähig und atmungsaktiv ist. 1888 ließ Burberry das Material patentieren. Bevor der heute bekannte Burberry-Trenchcoat entstand, entwickelte Thomas Burberry den sogenannten Tielocken Coat. Anstelle einer durchgehenden Knopfleiste wurde der Mantel mit einem Gürtel geschlossen, am Kragen befand sich ein einzelner Knopf. Schon hier tauchten zentrale Ideen auf, die den späteren Trenchcoat prägten. „Trench“ bedeutet im englischen soviel wie Schützengraben. Zwischen 1914 und 1918 stellte Burberry Kleidung und Ausrüstung für die britischen Streitkräfte im ersten Weltkrieg her. Die charakteristischen Schulterklappen konnten ursprünglich Rangabzeichen tragen. Ringe am Gürtel dienten zur Befestigung von Ausrüstung, während die zusätzliche Stofflage an Rücken, Schultern und Brustbereich Regen besser ableiten sollte. Der Trenchcoat entstand dementsprechend aus funktionalen, schützenden Gründen.
Von Uniform zum Modeklassiker
Nach dem Krieg verlor der Trenchcoat seine militärische Funktion nicht vollständig, Hollywood verstärkte diese Entwicklung dabei. Der Mantel wurde in Filmen zum Markenzeichen für Detektive und geheimnisvolle Figuren. Später kam zusätzlich noch das berühmte Burberry-Check-Muster auf den ikonischen Mantel. Spätestens in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts war der Trenchcoat endgültig aus seinem ursprünglichen militärischen Zusammenhang herausgelöst und im Alltag integriert worden.
Heutige Relevanz
Was den Burberry-Trenchcoat bis heute so beliebt macht, ist seine Einfachheit. Designer können Proportionen, Materialien und Farben verändern, ohne dass der Mantel seine Identität verliert. Burberry selbst greift den Trench deshalb Saison für Saison wieder auf. In vergangenen Kollektionen erschien er beispielsweise verkürzt, oversized, bedruckt, dekonstruiert oder aus unerwarteten Materialien. Der Burberry-Trenchcoat ist damit mehr als ein Bestseller des britischen Modehauses. Er zeigt, wie bedeutungsvoll Mode und ihre Geschichte dazu ist.
Good to know
Ab dem 21. September 2026 widmet das Victoria and Albert Museum in London dem Trenchcoat in deren Ausstellung „The Burberry Trench: Crafting an Icon”. In der Ausstellung wird seine Entwicklung von funktionaler und Militärbekleidung bis zur internationalen Modeikone präsentiert.