MADAME Newsletter - Erhalten Sie stilvolle Inspiration, exklusive Inhalte und Gewinnspiele, digital und kostenlos.
Jetzt zum Newsletter
anmelden
Die Geschichte des Gürtels ist fast so lang wie die Geschichte der Mode. Seine Praktikabilität hat er schon früh bewiesen. Heute sitzen die meisten Hosen jedoch so gut, dass wir ihn oft gar nicht mehr bräuchten und trotzdem oder gerade deshalb hat sich der Gürtel zum heimlichen Star unter den Accessoires eleviert. Einem schlichten Look kann der richtige Gürtel erst den nötigen Schliff verleihen. Doch zwischen feinen Ledergürteln, auffälligen Schnallen und textilen Varianten verliert man schnell den Überblick. Welcher Gürtel passt eigentlich zu welchem Look? In unserem Stil-Guide erfahren Sie alles, was Sie wissen müssen.
Der klassische Ledergürtel – ein Allrounder für jeden Tag
Es gibt diese Basics, die einfach in jeden Kleiderschrank gehören. Dazu zählen neben einer gut sitzenden Jeans und einem hochwertigen weißen T-Shirt definitiv auch ein klassischer Ledergürtel. Ob in Schwarz, Cognac oder dunklem Braun – er ist der stilvolle Begleiter für Denims, Chinos sowie Stoffhosen. Besonders edel wirkt er, wenn er farblich auf die Schuhe abgestimmt ist. Vor allem im Business-Kontext, aber auch in der Freizeit ein Fashion-Gesetz, das gilt.
Ein schmaler Gürtel ist dabei eleganter und passt vor allem zu Stoffhosen oder Röcken mit feinen Gürtelschlaufen. Breitere Modelle harmonieren ideal mit Jeans und Casual-Looks. Wer es etwas moderner mag, setzt auf Gürtel mit matter Oberfläche oder dezenten Metallschließen – die sich farblich wiederum in Ihrem Schmuck wiederfinden dürfen. Sie tragen Gold? Dann rundet eine ebenfalls goldfarbene Gürtelschnalle den Look ab.
Taillengürtel – das Figurwunder für Kleider und Blazer
Vor allem bei Oversized-Looks können Taillengürtel wahre Figurschmeichler sein. Sie betonen die schmalste Stelle des Körpers und verleihen Outfits sofort eine feminine Silhouette. Besonders beliebt sind sie über Kleidern, Oversized-Blazern oder langen Mänteln. So lässt sich mit nur einem Handgriff einer weiten, kantigen Form Kontur geben. Je nach Geschmack und Tagesform kann man so mit nur einem Piece gleich mehrere Looks kreieren.
Ein breiter Taillengürtel mit auffälliger Schnalle passt besonders gut zu ansonsten eher schlichten Looks und verwandelt diese in aufregende Hingucker. Kombiniert man ihn zu einem Hemdblusenkleid oder über einen Feinstrickpulli, entsteht ein moderner, leicht französischer Look.
Wer klein und zierlich ist, sollte jedoch lieber auf zu breite Modelle verzichten, da sie die Proportionen stauchen können. Besser sind schmale Modelle mit zarter Schnalle.
Kettengürtel und Metalloptik – Glamour für den Abend
Kettengürtel feiern ihr großes Comeback. Schon in den 90er-Jahren ein Lieblingsaccessoire, sind sie heute wieder auf den Laufstegen und in Streetstyle-Looks zu entdecken. Varianten in Gold oder Silber veredeln selbst schlichte Outfits und setzen gezielt Akzente. Ein zarter Kettengürtel zu einem kleinen Schwarzen oder einer hochgeschnittenen Stoffhose wirkt elegant und feminin. Wer den Trend mutiger interpretieren möchte, trägt ihn lässig über einem Blazer oder kombiniert ihn am Abend zu einem Slipdress.
Stoff-, Canvas- und Flechtgürtel – Casual Chic für den Alltag
Geflochtene oder gewebte Modelle wirken leicht und fast schon sommerlich. Sie lassen sich allerdings auch im Herbst und Winter zu Boho-Looks wie fließenden Maxikleidern oder Leinenhosen stylen. Auch gemusterte oder farbige Modelle im Ethno-Stil lassen sich einfach zu Basics kombinieren.
Ein geflochtener Gürtel aus Wildleder über einem Boho-Kleid mit Volants in Naturtönen bringt uns, kombiniert zu Cowboy-Boots, stilsicher durch den Herbst. Er verleiht eine lässige, unaufgeregte Note.
Statement-Gürtel – wenn das Accessoire zum Star wird
Wenn es um Accessoires geht, denken die meisten direkt an Schmuck. Doch auch der Gürtel kann das Outfit dominieren und für den nötigen Wow-Effekt sorgen. Große Schleifen, markante Logos oder außergewöhnliche Schnallen ziehen alle Blicke auf sich. Ob auf der Hüfte getragen oder als Figurschmeichler um die Taille: Über einem schwarzen Rollkragenkleid oder zu einem monochromen Hosenanzug kann der Gürtel ein Basic-Outfit in ein spannendes Fashion-Statement verwandeln. Dabei gilt jedoch: Je extravaganter der Gürtel, desto reduzierter sollte der Rest sein.
Gürtelfarben und Materialien richtig kombinieren
Farbe und Material entscheiden oft über die Wirkung des Gürtels und wann er zum Einsatz kommt. Während glattes Leder edel und klassisch wirkt, verleiht Veloursleder dem Look eine warme, entspanntere Note. Lackleder sorgt hingegen für einen femininen, modernen Akzent. Schwarz hat einen zeitlosen und universellen Hauch, ist also ideal für elegante Looks. Braun und Cognac wirken warm und natürlich, passen daher vor allem zu Denim und Erdtönen. Wer es modern mag, kann auf Weiß und Creme setzen. Bunte oder gemusterte Modelle eignen sich ideal als modischer Akzent in sonst neutralen Outfits.
Wer in seiner Freizeit Sneaker trägt, hat beim Gürtel freie Wahl und darf mutig drauf los kombinieren. Im Office sollte der Gürtel hingegen immer zur Tasche und den Lederschuhen passen.
So finden Sie den perfekten Gürtel für Ihre Figur
Da Gürtel nicht nur den Look ganzer Outfits beeinflussen können, sondern auch Silhouetten verändern, ist ein genauer Blick hier nicht ganz unwichtig. Frauen mit einer Sanduhrfigur betonen ihre Taille am besten mit mittleren bis breiten Gürteln. Eine athletische Figur profitiert von Taillengürteln, indem die schmalste Stelle in Szene gesetzt wird. Wer eine kurze Taille hat, sollte lieber schmale Gürtel wählen, die leicht oberhalb der natürlichen Taille sitzen. Bei einem langen Oberkörper darf der Gürtel ruhig etwas breiter sein.