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Retro-Workouts: Warum Jane Fonda & Co plötzlich wieder angesagt sind

Retro-Workouts: Warum Jane Fonda & Co plötzlich wieder angesagt sind Retro-Workouts: Warum Jane Fonda & Co plötzlich wieder angesagt sind
Fitness-Ikone Jane Fonda im Jahr1997 (Foto: Getty Images)

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Kunterbunte Wadenwärmer, Aerobic und VHS-Vibes? Was zunächst nach Nostalgie klingt, entwickelt sich gerade zu einem der überraschendsten Fitness-Trends des Jahres

Fitness wird immer komplexer: HIIT, Functional Training, Reformer Pilates, Hybridworkouts. Gleichzeitig wächst die Sehnsucht nach etwas Einfacherem. Genau deshalb feiern derzeit ausgerechnet die Workout-Ikonen der 80er und 90er Jahre ein Comeback. Videos von Jane Fonda, Cindy Crawford oder anderen Fitness-Pionier*innen werden millionenfach auf TikTok geteilt, während eine neue Generation die Retro-Routinen für sich entdeckt. Und tatsächlich haben die Kult-Workouts mehr zu bieten als nur Nostalgie.

Warum Retro-Workouts gerade ein Revival erleben

In einer Zeit, in der Fitness oft leistungsorientiert und datengetrieben wirkt, setzen Retro-Workouts auf etwas anderes: Bewegung, die Spaß macht. Die Programme sind unkompliziert, benötigen meist wenig Equipment und lassen sich bequem zu Hause durchführen. Statt Höchstleistungen stehen Rhythmus, Ausdauer und ein gutes Körpergefühl im Vordergrund. Dazu kommt der Nostalgie-Faktor. Die knalligen Outfits, Musik von Cyndi Lauper oder den Pointer Sisters und die positive Energie wirken heute fast erfrischend unperfekt.

Jane Fonda: Die Königin des Home-Workouts

Wer von Retro-Fitness spricht, kommt an Jane Fonda nicht vorbei. Ihre Aerobic-Videos prägten eine ganze Generation und gelten bis heute als Meilenstein der Fitnessgeschichte. Ihr Erfolgsrezept war erstaunlich simpel: Sie verband Cardio-Elemente mit vielen Wiederholungen, dazu Kräftigungsübungen mit dem eigenen Körpergewicht und natürlich Musik, bei der selbst Sportmuffel nicht still bleiben können. Aus heutiger Sicht erinnert vieles an moderne Low-Impact-Workouts oder Barre-Kurse. Besonders trainiert werden Ausdauer, sowie Beine, Gesäß und Arme. Der große Vorteil: Die Einheiten sind intensiv genug, um ins Schwitzen zu kommen, aber meist gelenkschonender als moderne HIIT-Programme.

Cindy Crawford: Das Supermodel-Workout der 90er

Während Jane Fonda die 80er dominierte, wurde Cindy Crawford in den 90ern zur Fitness-Ikone. Ihr berühmtes "Shape Your Body Workout" kombiniert Krafttraining mit Cardio und Core-Übungen. Anders als viele heutige Kurzformate dauern die Sessions oft 45 Minuten oder länger und trainieren den gesamten Körper. Der Fokus liegt dabei weniger auf maximalem Kalorienverbrauch als auf einer ausgewogenen Kombination aus Kraft, Haltung und Beweglichkeit. Auch Stretching kommt bei Crawford nicht zu kurz.

Die anderen Fitness-Stars der VHS-Ära

Allen voran sorgte auch Richard Simmons mit seiner unverwechselbaren Energie dafür, dass Bewegung vor allem Spaß machen sollte. Seine Programme setzen weniger auf Perfektion als auf Motivation, gute Laune und gemeinsames Schwitzen – eine Philosophie, die erstaunlich gut zum heutigen Body-Positivity-Gedanken passt. Auch Popsängerin und Choreografin Paula Abdul brachte ihre Tanzexpertise ins Wohnzimmer. Ihre Workouts sind wie eine Art Musikvideo zum Mitmachen. Wer TikTok-Tanzworkouts liebt, findet hier gewissermaßen die Vorläufer. Sogar Cher veröffentlichte mehrere Fitnessvideos, die Kraftübungen, Aerobic und Stretching verbinden.

Warum die alten Workouts überraschend effektiv sind

Auch wenn die Videos heute teilweise charmant altmodisch wirken, basieren viele Übungen auf Trainingsprinzipien, die nach wie vor funktionieren. Dazu gehören zum Beispiel eine progressive Belastung, regelmäßige Wiederholungen, Ganzkörpertraining und aktive Regeneration. Vor allem Einsteiger*innen profitieren davon, dass die Bewegungen meist leicht verständlich und ohne komplizierte Geräte durchführbar sind.

Die Vorteile von Retro-Workouts

Für Workouts von Jane Fonda und Co. benötigt man weder ein Fitnessstudio noch teure Geräte. Oft reichen eine Matte und etwas Platz im Wohnzimmer. Bewegung wird dadurch deutlich niedrigschwelliger. Viele Einheiten kombinieren Kraft und Cardio und bringen den Kreislauf in Schwung. Anders als manche modernen Trend-Workouts konzentrieren sich viele Retro-Programme auf den gesamten Bewegungsapparat. Sowohl Ausdauer als auch der gesamte Körper werden dadurch trainiert. Und ganz besonders wichtig: Die positive Energie vieler Videos wirkt bis heute ansteckend. Statt Drill und Leistungsdruck steht Freude an der Bewegung im Vordergrund.

Das passende Equipment für den Retro-Look

Natürlich funktionieren die Workouts auch ohne Styling und ohne Tools. Wer den Nostalgie-Faktor jedoch voll auskosten möchte, setzt auf leichte Hanteln, eine Trainingsmatte und Knöchelgewichte. Dazu natürlich neonfarbige Stirnbänder, Wadenwärmer und Bodies.

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Alte Workouts, zeitlose Prinzipien

Der aktuelle Retro-Fitness-Trend zeigt, dass gute Trainingsmethoden nicht zwingend neu sein müssen. Die Workouts von Jane Fonda und Cindy Crawford mögen optisch aus einer anderen Zeit stammen, ihre Grundidee ist jedoch erstaunlich modern: regelmäßig bewegen, den ganzen Körper trainieren und dabei Spaß haben.

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