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„Der Weg ist das Ziel“ – Alvaro Soler über sein neues Album El Camino, das Vatersein und den Signature-Style

„Der Weg ist das Ziel“ – Alvaro Soler über sein neues Album El Camino, das Vatersein und den Signature-Style „Der Weg ist das Ziel“ – Alvaro Soler über sein neues Album El Camino, das Vatersein und den Signature-Style

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Zehn Jahre ist es her, dass Alvaro Soler mit El Mismo Sol die europäischen Charts eroberte – und damit den Grundstein für seinen internationalen Erfolg legte. Heute, 2025, ist er nicht nur erfolgreicher Singer-Songwriter, sondern auch Vater und stilbewusster Mann. Wir haben mit ihm über sein neues Album El Camino, persönliche Wendepunkte – und Halstücher gesprochen.

Vielleicht war ich ein kleiner Türöffner. (lacht) Natürlich kam kurz danach Despacito – ein Song, der nochmal alles verändert hat. Aber lustigerweise haben mir Leute von Universal in Polen mal gesagt: Despacito hätte dort nur funktioniert, weil ich vorher mit Sofia und El Mismo Sol schon da war. Ob das stimmt, weiß ich nicht – aber ich glaube, manchmal braucht es einfach diese erste Welle an Songs, die eine Tür aufstoßen. Dann ist die Welt bereit für mehr.

Ich glaube nicht, dass Despacito mich musikalisch beeinflusst hat – eher umgekehrt. (lacht) Wenn, dann hatte die Dance-Welt mehr Einfluss, zum Beispiel als ich mit Topic zusammengearbeitet habe. Aber grundsätzlich war mein Stil immer eine Mischung aus Latin, Pop und persönlicher Handschrift.

Definitiv. Und zwar nicht musikalisch, sondern menschlich. Am Anfang meiner Karriere habe ich zu allem Ja gesagt – aus Dankbarkeit und auch aus Angst, dass es morgen schon wieder vorbei sein könnte. Ich wollte jede Chance nutzen, jeden Termin wahrnehmen.

Ja – bis mein Körper gestreikt hat. 2019 bin ich im Flugzeug ohnmächtig geworden. Das war ein klares Zeichen: So kann es nicht weitergehen. Seitdem achte ich auf Schlaf, Ernährung, Pausen. Ich performe heute besser, bin präsenter. Und das spüren auch die Leute.

Zum einen beschreibt das Album natürlich meinen musikalischen Weg – aber vor allem meinen persönlichen. In den letzten Jahren ist viel passiert: Meine Tochter wurde geboren, mein Großvater ist gestorben – beides im selben Jahr. Zwei sehr starke Emotionen: die Trauer und das unglaubliche Glück der Geburt. Das spiegelt sich in meinem Album wider.
Es beginnt mit meinem Opa – und endet mit meiner Tochter. Für mich ist das ein kompletter Lebenszyklus. Ein echter „Full Circle“-Moment.

Nicht direkt. Ich war emotional noch zu nah dran – und ehrlich gesagt war einfach alles noch zu viel. Ich musste erst einmal alles verarbeiten, schlafen, funktionieren.
Aber es gibt einen besonderen Moment auf dem Album: den Herzschlag meiner Tochter, aufgenommen im Krankenhaus mit meinem Handy. Er ist am Ende des Songs Haré de Mí zu hören – und das ist für mich schon sehr emotional.

Überraschend, traditionell und – Alvaro. 

Sie macht mich offener. Ich schreibe Songs immer mit der Haltung: Alles ist möglich. Natürlich weiß ich nicht immer, welche Songs wo funktionieren – ein Titel wie Loca Pasión mit Flamenco-Elementen läuft erfahrungsgemäß eher in Spanien, während die Leute in Deutschland oder Holland vielleicht eher Solo Para Ti feiern, das tanzbarer und internationaler klingt. Aber genau das ist das Spannende: Du wirfst einen Song raus – und schaust, wo er landet.

Auf der El Camino-Tour sind es definitiv die Halstücher. Ich trage sie in verschiedenen Farben – sie sind für mich ein schönes Detail, das jedes Outfit sofort aufwertet.


So um die zehn. Reicht aber auch. (lacht)


Früher war mir Mode nicht so wichtig – mir ging’s um die Musik. Aber inzwischen macht es mir Spaß, mich damit auseinanderzusetzen. Kleidung kann das Selbstbewusstsein stärken, besonders auf der Bühne. Ich habe auch kleine Uhren oder Accessoires, die ich nur wegen eines bestimmten Outfits gekauft habe – einfach, weil es gepasst hat. Und manchmal stehen sie plötzlich sinnbildlich für etwas, wie meine Casio-Uhr.Diese Uhr ist eigentlich ganz schlicht, aber ich trage sie seit Beginn der El Camino-Phase. In jedem Musikvideo ist sie zu sehen. Für mich ist sie mittlerweile die „El Camino“-Uhr – ein kleines Symbol für diese Zeit.
Und klar: Wenn man bekannter wird, klopfen auch mehr Marken an. Das ist ein cooles Spielzeug – aber man muss trotzdem wissen, wer man ist und wer man bleiben will.

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