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There is a special place in hell…. In Anlehnung an Madeleine Albrights Satz, nach dem es einen besonderen Platz in der Hölle für Frauen gibt, die andere Frauen nicht unterstützen, würde ich sagen, dass dies auch für Ins-Wort-Faller gilt – ja, richtig, nur die männliche Form, denn meistens sind es Männer, die das tun. Ich weiß, ich muss mich ab und zu auch mal in die Hölle einweisen, aber dennoch würde die Statistik ganz sicher zuungunsten männlicher Exemplare der Interruptoren-Spezies ausfallen. Vielleicht liegt es auch an diesen Unterbrechern, dass Frauen oft überhört werden, bis ein Mann denselben Gedanken wiederholt – und dann plötzlich Zustimmung bekommt. Das zumindest stellte die ehemalige US-Supreme-Court-Richterin Ruth Bader Ginsburg im Laufe ihrer Karriere fest.
Kamala Harris, die viel durchgemacht hat als Kandidatin im Präsidentschaftswahlkampf, sagte einmal in einem Interview (in dem man sie ausreden ließ), dass sie den Satz anwende: „Ich spreche jetzt!“ Klare Botschaft, ohne Zweifel.
Sehr anwendungsfreundlich nicht nur für die, die ständig in Talkshows sitzen und ihre Sätze nicht beenden können, weil Mansplainer und andere Aggressor*innen ihre eigenen Beiträge für wichtiger halten – oder ganz einfach Macht demonstrieren wollen.
Eine andere Strategie ist die ruhige, höfliche Rückeroberung des Gesprächs. „Lassen Sie mich den Gedanken kurz zu Ende führen“, funktioniert oft besser als ein genervtes Augenrollen. Und manchmal hilft Humor: „Ich verspreche, Sie werden auch noch an die Reihe kommen.“ Das Publikum – selbst im kleinsten Meeting – steht meist auf der Seite der Person, die gerade versucht, einen Gedanken zu Ende zu bringen. Denn wer ständig ins Wort fällt, verrät meist mehr über sich selbst als über die Person, die er unterbricht – nämlich Ungeduld, Unsicherheit oder den Drang, unbedingt der Lauteste im Raum zu sein.
Tijen Onaran, Medien-Profi, sagte einmal, dass eine schlagfertige Antwort sei: „Wie schön, dass Sie meine Sätze beenden und offenbar meine Gedanken besser kennen als ich.“ Gelassenheit ist vielleicht die eleganteste Form der Gegenwehr. Manchmal hilft aber auch nur ein Tritt vors Schienbein unter dem Tisch, ganz altmodisch und ja, auch ein bisschen aggressiv, aber angemessen.