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Sonnenschutz gehört zu einer der wichtigsten Schritte jeder Skincare-Routine. Er schützt nicht nur vor Sonnenbrand, sondern beugt auch lichtbedingter Hautalterung, Pigmentflecken und langfristigen Hautschäden vor. Doch spätestens vor dem Regal stellt sich die Frage: Soll es die klassische Sonnencreme sein, ein leichtes Spray oder doch der praktische Sonnenstick? Tatsächlich haben alle drei Varianten ihre Vorteile – vorausgesetzt, sie werden richtig angewendet.
Sonnencreme: Der Klassiker mit dem zuverlässigsten Schutz
Nach wie vor gilt die klassische Sonnencreme als Goldstandard. Sie lässt sich gleichmäßig verteilen und erleichtert es, die empfohlene Menge aufzutragen. Gerade für längere Aufenthalte in der Sonne oder den Strandurlaub ist sie deshalb die sicherste Wahl, da sie zuverlässigen UV-Schutz liefert. Moderne Formeln sind außerdem fast immer mit pflegenden Inhaltsstoffen, beispielsweise Hyaluron oder Vitamin C, angereichert. Fettige Formeln sollten möglichst vermieden werden. Nachteile von Sonnencreme sind die manchmal etwas längere Einwirkzeit, sowie der „Langweile“-Faktor.
Sonnenspray: Schnell und unkompliziert
Kaum eine Form von SPF ist unterwegs so praktisch wie ein Sonnenspray. Es eignet sich besonders gut für große Körperpartien wie Arme, Beine oder den Rücken und lässt sich zügig und on-the-go auftragen. Auch Nachsprühen an langen Tagen ist kein großer Aufwand. Sonnenspray hinterlässt die Haut außerdem mit einem angenehm leichten Gefühl – kein Fetten, kein Beschweren. Allerdings gibt es einen entscheidenden Haken: Viele sprühen deutlich zu wenig Produkt auf. Damit der angegebene Lichtschutzfaktor erreicht wird, sollte die Haut sichtbar benetzt werden. Dabei sollte man beachten, dass ein nicht unerheblicher Anteil des Aerosols vom Wind verweht wird. Anschließend muss das Spray – sofern es der Hersteller empfiehlt – mit den Händen nochmal gleichmäßig verteilt werden.
Sonnenstick: Der Liebling für unterwegs
Sonnensticks gehören zu den größten Beauty-Trends der letzten Jahre. Sie passen in jede Handtasche, laufen nicht aus und eignen sich hervorragend zum Nachtragen, auch über das Make-up. Vor allem Gesicht, Lippen, Nase, Ohren oder Handrücken lassen sich damit unkompliziert schützen. Als alleiniger Sonnenschutz für den gesamten Körper sind sie allerdings weniger geeignet, da sie bei größeren Körperflächen unpraktisch werden. Für vollständigen Sonnenschutz sollte man zudem mehrfach über dieselbe Stelle streichen – ein erstes Auftragen reicht nicht aus.
Wie viel Sonnenschutz braucht die Haut wirklich?
Einer der häufigsten Fehler ist eine zu geringe Menge. Für Gesicht und Hals empfehlen Dermatolog*innen etwa zwei Fingerlängen Sonnencreme. Für den gesamten Körper eines Erwachsenen werden rund 30 bis 40 Milliliter benötigt – das entspricht ungefähr einer Handvoll oder einem Schnapsglas. Wer deutlich weniger verwendet, erreicht den angegebenen Lichtschutzfaktor nicht.
Nicht nur die Menge, sondern auch der Zeitpunkt entscheidet über den Schutz. Idealerweise wird Sonnenschutz etwa 15 bis 20 Minuten vor dem Aufenthalt im Freien aufgetragen. In der Skincare-Routine kommt er immer als letzter Schritt – nach Serum und Feuchtigkeitspflege, aber vor Foundation oder anderen Make-up-Produkten. Außerdem gilt: Nachcremen verlängert den Schutz nicht, sondern stellt ihn wieder her. Nach dem Schwimmen, starkem Schwitzen oder spätestens alle zwei Stunden sollte deshalb erneut Sonnenschutz aufgetragen werden.
Die häufigsten Fehler beim Sonnenschutz
- Zu wenig Produkt verwenden: Der häufigste Grund für Sonnenbrand ist nicht der falsche SPF, sondern eine zu dünne Schicht.
- Das Nachcremen vergessen: Gerade im Alltag wird der Sonnenschutz oft nur morgens aufgetragen – dabei nimmt seine Schutzwirkung im Laufe des Tages ab.
- Ohren, Hals und Hände auslassen: Diese Bereiche gehören zu den Körperstellen, die besonders häufig UV-Strahlung ausgesetzt sind und trotzdem oft vergessen werden.
- Sonnenstick nur einmal über die Haut ziehen: Damit ausreichend Produkt auf der Haut landet, sollte ein Stick mehrmals langsam über dieselbe Stelle geführt werden.
- Sonnenspray aufsprühen und sich sofort weiter sonnen: Viele Sprays sollten nach dem Auftragen noch gleichmäßig verteilt werden. Ein kurzer Blick auf die Anwendungshinweise lohnt sich.
Ob Creme, Spray oder Stick – Die beste Sonnencreme ist letztlich die, die regelmäßig und großzügig verwendet wird. Während klassische Cremes beim Erstauftrag die zuverlässigste Wahl bleiben, sind Sprays und Sticks ideale Begleiter zum Nachcremen im Alltag.
Am effektivsten ist deshalb oft die Kombination mehrerer Produkte: morgens eine klassische Sonnencreme als Basis, unterwegs ein Stick fürs Gesicht oder ein Spray für Arme und Schultern. So wird UV-Schutz nicht zur lästigen Pflicht, sondern zu einer unkomplizierten Gewohnheit.