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Coconut Cult: Der TikTok-Trend, den Sie kennen sollten

Coconut Cult: Der TikTok-Trend, den Sie kennen sollten Coconut Cult: Der TikTok-Trend, den Sie kennen sollten

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Wir verraten, was hinter dem Hype um den Kokosjoghurt steckt, und wie Sie ihn ganz einfach selbst herstellen können.

Coconut Cult ist ein extrem probiotischer Kokosjoghurt, der aktuell in den sozialen Medien – insbesondere TikTok – als Superfood gefeiert wird. Dahinter steckt eine kleine Marke aus Kalifornien, inzwischen gibt es aber auch ähnliche Produkte anderer Hersteller. Das cremig-säuerliche Ferment enthält eine beachtliche Anzahl lebender Bakterienkulturen, die ein gesundes Darmmikrobiom unterstützen und so nicht nur die Verdauung und das Immunsystem, sondern auch das Hautbild verbessern sollen. Schon ein Esslöffel pro Tag liefert unzählige wertvolle Mikroorganismen – weit mehr als herkömmlicher Joghurt.

Eine ausgewogene Darmflora bildet die Grundlage für ganzheitliches Wohlbefinden. Milchsäurebakterien helfen dabei, Nährstoffe aufzuspalten, was die Verdauung erleichtert und Blähungen reduziert. Außerdem befinden sich etwa 80 Prozent unserer Immunzellen im Darm – eine vielfältige Bakteriengemeinschaft kann daher maßgeblich dazu beitragen, Infekte abzuwehren. Auch hormonelle Prozesse und das Hautbild hängen eng mit der Darmgesundheit zusammen, denn über die sogenannte Darm-Haut- und Darm-Hirn-Achse wirken sich probiotische Mikroorganismen positiv auf Entzündungen und hormonelle Schwankungen aus. Coconut Cult liefert diese Mikrohelfer in ihrer reinsten, natürlichen Form – ganz ohne Kapseln schlucken oder künstliche Zusätze.

Um ganz genau zu wissen, was Ihr Kokosjoghurt enthält, können Sie Coconut Cult aber auch recht leicht selbst machen. Für das Gelingen ist die Auswahl hochwertiger Zutaten entscheidend. Die Basis bildet eine Kokosmilch in Bio-Qualität, idealerweise ohne Emulgatoren und mit mindestens 17 Prozent Fett – das sorgt nicht nur für die gewünschte Cremigkeit, sondern liefert den Bakterien auch wichtige Energie. Ebenso wichtig ist das richtige Probiotikum: Sie können dafür Kapseln zum Einnehmen verwenden, die möglichst 50 Milliarden koloniebildende Einheiten (KBE) pro Portion enthalten und mehrere Stämme umfassen sollten. So entsteht eine möglichst diverse Kultur von Mikroorganismen mit langfristigem Nutzen. Unverzichtbar ist zudem sauberes Zubehör – ein sterilisiertes Glas, ein Mulltuch und ein Gummiband verhindern, dass sich unerwünschte Keime einnisten. Ein wertvoller Tipp: Vermeiden Sie Kokosmilch, die Stabilisatoren enthält – diese können die Gärung behindern und die Textur negativ beeinflussen.

Vorbereitung

  • Das Glas 10 Minuten auskochen oder im Backofen bei 120 °C sterilisieren.

Mischen

  • Den festen Teil von zwei Dosen Kokosmilch in eine Schüssel geben, gründlich verrühren.
  • 1–2 Probiotika-Kapseln öffnen, Pulver einstreuen und sanft unterheben. Nicht mixen, um die Masse nicht zu erhitzen.

Fermentieren

  • Die Mischung in das Glas füllen, mit dem Mulltuch abdecken und mit einem Gummiband fixieren.
  • Bei 25–30 °C 24–48 Stunden ruhen lassen. Ein Backofen mit eingeschaltetem Licht (ohne Hitze) oder eine Joghurtmaschine bietet ideale Bedingungen.

Reife prüfen

  • Der Joghurt ist fertig, wenn die Oberfläche leicht blasig wirkt und die Masse andickt.
  • Der Geruch sollte joghurtartig, mildsäuerlich sein. Ein beißender, hefiger Geruch ist ein Warnsignal – dann bitte entsorgen.

Kühlen & Genießen

  • Dann das Glas verschließen und im Kühlschrank mindestens 4 Stunden nachreifen lassen.
  • Innerhalb von 7–10 Tagen verzehren.


Tipp: Verfeinern Sie Ihren Coconut Cult mit Vanille, Zimt, Beerenpüree oder einer Prise Meersalz für Karamell-Aromen.

Ist der Joghurt zu flüssig geworden, war entweder die Kokosmilch ungeeignet oder die Fermentation zu kurz. Mehr Zeit oder eine bessere Grundzutat schaffen Abhilfe. Eine zu starke Säure weist hingegen auf eine Überfermentation hin – beim nächsten Mal einfach etwas kürzer reifen lassen. Im Kühlschrank hält sich Coconut Cult etwa zehn Tage, Einfrieren ist jedoch nicht zu empfehlen, da dies die Bakterien zerstört.

Coconut Cult lässt sich problemlos in den Alltag integrieren. Ein Esslöffel täglich genügt für den Einstieg, denn wie bei vielen Fermenten kann es zu Beginn bei der Einnahme zu leichten Blähungen kommen – ein Zeichen dafür, dass sich der Darm auf die neuen Mikroben einstellt. Beginnen Sie daher mit kleinen Mengen, zum Beispiel in der Frühstücksbowl, den Overnight Oats oder einem Chiapudding und steigern Sie diese nach Bedarf. Im Proteinshake harmoniert er durch seine milde Säure hervorragend mit süßen Pulvern. Auch als Dessert mit Mangopüree und Granola oder als Crème-fraîche-Ersatz in herzhaften Gerichten entfaltet er seinen vollen Charakter – achten Sie lediglich darauf, ihn nie in heiße Speisen einzurühren, da Hitze die empfindlichen Bakterien abtötet.

Während der Fermentation bauen die zugesetzten Bakterien den natürlichen Zucker der Kokosmilch zu Milchsäure ab. Dadurch sinkt der pH-Wert auf etwa 4, was ein saures Milieu schafft, in dem schädliche Mikroorganismen kaum überleben können. Zusätzlich entstehen wertvolle Enzyme, B-Vitamine und kurzkettige Fettsäuren, die die Darmwand stärken. Je länger die Fermentation dauert, desto ausgeprägter ist der Geschmack – gleichzeitig sinkt der Restzuckergehalt. Wichtig ist, dass die Temperatur unter 40 Grad Celsius bleibt, da höhere Temperaturen die lebenden Kulturen abtöten würden.

Auch wissenschaftlich ist der Nutzen fermentierter Lebensmittel gut belegt. Studien zeigen, dass regelmäßiger Konsum probiotischer Produkte die Darmflora stabilisieren und funktionelle Magen-Darm-Beschwerden lindern kann. Gleichzeitig berichten viele Nutzer*innen von einer Verbesserung des Hautbilds, da systemische Entzündungen reduziert werden. Und auch wenn Kokosjoghurt weniger Eiweiß enthält als Sojaprodukte, punktet er mit mittelkettigen Fettsäuren, die schnell verwertbare Energie liefern, ohne sich als Körperfett anzulagern.

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