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Letzte Nacht war es wieder soweit: Die Met Gala 2026 mit dem Dresscode „Fashion is Art“ zeigte eindrucksvoll, wie fließend die Grenzen zwischen Mode und Kunst sein können. Passend zur Ausstellung „Costume Art“ im Metropolitan Museum of Art verwandelte sich der rote Teppich in eine Bühne für kreative Selbstinszenierung – mit viel Interpretationsspielraum.
Manche Designer:innen ließen sich direkt von berühmten Kunstwerken inspirieren: so erschien Rosé in einer Saint-Laurent-Robe mit Picasso-inspiriertem Motiv, während Alexa Chung in Dior mit skulpturalen Seerosen-Details an Monet erinnerte. Auch Anspielungen auf ikonische Werke wie „Madame X“ oder Darstellungen historischer Figuren sorgten für kunsthistorische Tiefe auf dem Carpet. Louisa Jacobson bezog sich auf Jeanne d’Arc in einem Look von Dilara Findikoglu, Gracie Abrams’ Chanel-Kleid war eine Anspielung auf das Werk von Gustav Klimt.
Andere wiederum bezogen sich auf die Ausstellung im Metropolitan Museum of Art und inszenierten direkt den menschlichen Körper: Korsetts, anatomische Formen und Illusionen standen im Fokus. Kylie Jenner setzte mit einem Schiaparelli-Look auf eine raffinierte „Nude“-Optik, während Models wie Irina Shayk mit gewagten, transparenten Silhouetten den Naked-Dress-Trend weiterführten. Auch Hände, Herzen und andere plastische Elemente tauchten als wiederkehrende Motive auf.
Und wenn man so möchte, war gestern auch Performancekunst dabei. Bad Bunny überraschte als „gealterte“ Version seiner selbst mit aufwendigen, hyperrealistischen Prothesen des Künstlers Mike Marino, während Madonna von sieben Models begleitet wurde, die jeweils eine Ecke ihrer Schleppe hielten: In Saint Laurent erweckte sie so auf dem roten Teppich ein Fragment aus Leonora Carringtons „Die Versuchung des Heiligen Antonius II.“ zum Leben.
Natürlich fehlte es nicht an großen Glamour-Momenten. Gastgeberin Beyoncé zum Beispiel trug ein mit Diamanten besetztes, Skelett-Kleid, das vom ehemaligen Balmain-Designer Olivier Rousteing entworfen worden war. Begleitet wurde sie von ihrem Ehemann Jay Z sowie ihrer Tochter Blue Ivy – die ihr Debüt bei der Met Gala gab, obwohl sie erst 14 Jahre alt und damit jünger als das Mindestalter von 18 Jahren ist. Der Regel widersetzten sich offensichtlich auch Nicole Kidman in Begleitung ihrer 17-jährigen Tochter Sunday Rose Kidman-Urban. Und es gab noch weitere Überraschungen: Die 77-jährige Stevie Nicks gab ihr Debüt bei der Met Gala und präsentierte dabei erstmals John Gallianos Entwürfe für Zara.
Rihanna bildete den Abschluss auf dem roten Teppich, begleitet von A$AP Rocky, in einem maßgeschneiderten Abendkleid von Glenn Martens für Maison Margiela.
Welche Interpretation des Dresscodes gefällt Ihnen am liebsten? Entdecken Sie die Looks in der Galerie.