Ab wann ist man zu alt für einen Bikini?

Unsere Stilfragen-Serie geht in die nächste Runde. Diesmal mit dem Thema: Ab wann ist man zu alt für einen Bikini? Eine gute Frage, oder?

Der Bikini: das liebste Strand-Outfit der Frau

Der Bikini: das liebste Strand-Outfit der Frau

Der Bikini ist das liebste Strand-Outfit der Frau
Ab wann ist man zu alt für Miniröcke?
Stilfrage

Ab wann ist man zu alt für Miniröcke?

Vom Skandal-Stoff der 1940er Jahre hin zur liebsten Badebekleidung der Frau: Der Bikini revolutionierte nicht nur das eingestaubte, biedere Gesellschaftsbild der Nachkriegszeit, sondern trug ausschlaggebend zur Emanzipation der Frau bei. Nackttänzerin Micheline Bernardini war es 1946, die als Model den knappen Zweiteiler den Medien präsentierte und so für Furore sorgte. Zu freizügig, zu obszön, zu aufreizend war damals das ernüchternde Feedback. Fast 20 Jahre hat es letztlich gedauert bis der Bikini seinen großen Durchbruch feiern durfte. Und wieder hat es mit einer Frau zu tun: Bond-Girl Ursula Andress stieg 1962 im knappen Zweiteiler aus den Fluten der Karibik, um zusammen mit Sean Connery auf Ganoven-Jagd zu gehen. Seither darf der Bikini in keiner Garderobe – pardon – Strandtasche fehlen. Doch wie verhält es sich nun eigentlich mit der Badebekleidung – gibt es eine Altersgrenze für Bikinis?

Hier geht es zur Frage "Ab wann ist man zu alt für High Heels?" >>>


Ab wann ist man zu alt für einen Bikini?

Die Laufstege und Onlineseiten dieser Welt geben es vor: Das Idealbild einer Frau im Bikini ist vollschlank und muss dennoch nicht auf eine ausladende Oberweite und Hüftform verzichten. Wie das anatomisch geht? Gar nicht – aber Photoshop macht’s möglich. Denn sind wir mal ehrlich: Der Großteil der Frauen ist sicherlich nicht von Natur aus mit solch einer perfekten Figur gesegnet. Stattdessen finden wir unseren Bauch zu dick, die Brüste zu klein und die Hüften zu breit. Und das ist auch in Ordnung so – schließlich meckern wir genauso gerne über die Figur, wie wir von einer besseren träumen. 

Diese Annahme bestätigt sich auch, schaut man sich nur die Strände und Wellnessbereiche an: Da laufen keine perfekten Frauen in ihrem perfekt sitzenden Bikini herum! Was man aber dort sieht, sind Frauen, die gerne einen Bikini anhaben, weil er vielleicht das ein oder andere Körperteil gekonnt in Szene setzt, das Sonnenbaden erleichtert und einfach nur für die Weiblichkeit steht. Warum also den reiferen Damen unter uns ihren Zweiteiler absprechen? 

Das ist Quatsch, meint die Redaktion. Die Frage „Ab wann ist man zu alt für einen Bikini?“ sollte lieber „Ab wann fühlt man sich nicht mehr wohl im Bikini?“ lauten. Wir tragen die Badebekleidung schließlich für uns. Wenn also der Zeitpunkt gekommen ist und man für sich selbst entscheidet, dass man sich nicht mehr mit den erschlafften Hautpartien oder seinem Gewicht so freizügig zeigen möchte – ab da an sollten wir es lassen. Bei der einen Frau geschieht dieser Prozess früher, bei der anderen eben später.
 
Apropos nackte Haut: Ab wann ist man zu alt für schulterfreie Tops? >>>

1946: Nackttänzerin Micheline Bernardini stellt in Paris den ersten Bikini seiner Art vor. Designer der Kreation war Louis Réard, ein französischer Maschinenbauingenieur

1946: Nackttänzerin Micheline Bernardini stellt in Paris den ersten Bikini seiner Art vor. Designer der Kreation war Louis Réard, ein französischer Maschinenbauingenieur

Was Sie tun können, um möglichst lange einen Bikini tragen zu können


Das Altern können wir bekanntlich nicht verhindern, aber mit der nötigen Selbstpflege verlangsamen. Unsere liebsten Tipps für lange Tragefreude des Bikinis:
  1. Bewegung ist nicht nur als Ausgleich zum Job wichtig, aktiv zu sein hält auch fit. Ob Sie nun das Fitnessstudio besuchen, Yoga machen oder Laufen gehen – das ist immer eine Typfrage. Aber die unterschiedlichen Angebote sind so vielseitig, dass sicherlich jede das Richtige findet. Orangenhaut kann so beispielsweise im Zaum gehalten und die Haut gestrafft werden.

  2. Für ein besseres Körpergefühl und mehr Wohlbefinden spielt auch die Ernährung eine große Rolle. Obst, Gemüse und stark proteinhaltige Nahrungsmittel sind reich an Antioxidantien, die als natürlicher Anti Aging-Booster gelten. Auf Nikotin sollte hingegen bestenfalls verzichtet werden und auch zu große Mengen an Alkohol tragen nicht gerade zu einem faltenfreien Hautbild bei.

  3. Bei Problemzonen müssen Sie nicht direkt auf einen Badeanzug zurückgreifen. Achten Sie lieber auf die Form des Bikinis: Große Oberweiten sind mit festen Cups und breiten Trägern gut beraten, breite Hüften und ein kleines Bäuchlein können hingegen wunderbar mit High Waist-Höschen kaschiert werden. Zudem fühlt man sich mit den hochgeschnittenen Modellen auch gleich angezogener, was für viele Frauen das Tragen erleichtert.

  4. Zum Schluss ist auch immer die Haltung wichtig, denn diese sagt ebenfalls viel über ihr Wohlbefinden im Bikini aus. Deshalb: Gehen Sie möglichst aufrecht und haben Sie einen Blick auf Ihre Armhaltung. Sind diese zu eng am Körper angelehnt, wirkt Ihr Gang steif, verschränken Sie die Arme, sieht es so aus, als fühlen Sie sich unwohl. Unser Tipp: Bewegen Sie Ihre Arme ganz leicht beim Gehen mit und achten Sie auf eine gerade Haltung – das zeigt Ihr Selbstbewusstsein und wirkt am natürlichsten.