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Karriere

8 Fragen, die erfolgreiche Frauen stellen

Viele suchen im Job krampfhaft nach Antworten. Dabei ist das Gegenteil viel effizienter. Diese acht Fragen stellen deshalb alle erfolgreichen Frauen

Diese acht sollten Sie stellen, wenn Sie erfolgreich im Job sein wollen
Sie sollten, anstatt immer nach Antworten zu suchen, öfters Fragen stellen Imax Tree

8 Fragen, die erfolgreiche Frauen stellen

Manchmal stecken Sie beruflich sicher in einer Sackgasse. Wegen zu hoher Ansprüche an sich selbst etwa. Oder weil man mit einem Kollegen immer aneinander gerät. Oder weil Sie sich in Diskussionen verzetteln. Dabei ist die Lösung in Bredouillen – und schwierigen Jobsituationen wie Vorstellungsgesprächen – so einfach. "Man muss nur die richtigen Fragen stellen“, schreibt US-Psychologin Dr. Marilee Adams in ihrem Buch "Question Thinking“. Mal sich selbst, mal den anderen. In jedem Fall mache es euch klüger, kreativer und produktiver, so die US-Expertin. Welche Fragen genau wann helfen, verraten wir hier:

Was soll schon passieren?

Eine gedankliche Anregung für Perfektionisten, die stets 120 statt 100 Prozent geben: sich Worst-Case-Szenarien auszumalen. Werde ich gleich unter der Brücke landen, wenn die Schriftarten in meiner PowerPoint-Präsentation nicht einheitlich sind? Wohl eher nicht. Ein guter Check, ob man schon genug gegeben hat: "Wenn ich mein eigener Chef wäre, wäre ich mit diesem Ergebnis zufrieden?“ Warum genau solche Fragen entstressen, erklärt Clara von Sydow, BusinessTrainerin und Soziologin. "Man wechselt die Perspektive und gewinnt dadurch Distanz zur Situation. Dabei fällt einem womöglich auf, dass der Vorgesetzte mit 100 Prozent Leistung sehr gut leben kann.“ Das Verrückte: "Der Chef nimmt eine Leistungsreduktion von 10 bis 20 Prozent oft auch nicht wahr, weil er keine Zeit hat, sich mit Details zu beschäftigen“, so die Expertin. "Aber es sind meist diese 10 bis 20 Prozent, die bei euch zu Überforderung und Frustration führen.“

Wieso?

Offene Fragen, die etwa mit "Warum“, "Wie“, "Wann“ und "Woher“ beginnen, sind besonders konstruktiv. "Man kann sie nämlich nicht einfach nur mit Ja oder Nein beantworten“, sagt Stephanie Hollstein, Konfliktmanagerin. Bei Kollegen, mit denen Sie sich immer wieder streiten und missverstehen, können diese – natürlich emotionslos und unter vier Augen gestellt – deshalb eine Wunderwaffe sein. Man muss bei der Antwort nämlich ein bisschen ausholen, was wiederum zur Verständigung und zu mehr Klarheit beiträgt. Fast noch wichtiger ist aber, was Sie nach der Aussprache thematisieren, so der Personal Coach: "Wie können wir in Zukunft besser zusammenarbeiten?“ Wörter wie "wir“, "Team“, "zusammen“, "gemeinsam“, "Zukunft“, "Weg“, "besser“ wirkten dabei laut Expertin positiv und optimistisch. Es zeigt, dass Sie die Vergangenheit ruhen lassen können und lösungsorientiert nach vorn schauen wollen. Mit einer abschließenden Prüffrage à la "Was haben wir jetzt genau vereinbart?“ lassen sich mögliche Missverständnisse endgültig vermeiden.

Was erwarten Sie konkret von mir?

So etwas können Sie ruhig, nein, sollten Sie sogar in einem Vorstellungsgespräch benennen. Denn es handelt sich beim Job-Interview ja nicht um ein Verhör, sondern um ein gegenseitiges Kennenlernen. Und es zeigt, dass Sie Erwartungen erfüllen und sofort Leistung bringen wollen. Außerdem: "Personaler mögen es, wenn Bewerber Aufgaben und unternehmensbezogene Fragen stellen“, sagt Clara von Sydow. Etwa: "Wie groß ist das Team?“, "Wie wird die Einarbeitung vonstattengehen?“, "Wo möchte das Unternehmen kurz- und langfristig hin?“ Man beweise damit Interesse für die Firma, so die Fachfrau für Kommunikationspsychologie. Das alles kommt gut an. Übrigens, insofern es nur eine Gesprächsrunde gibt: nach Gehalt und Urlaub ganz am Schluss fragen. Sonst beides erst in Runde zwei ansprechen.

Was brauchen Sie?

"Sehr gute Vorgesetzte zeichnet aus, dass sie jeden ihrer Mitarbeiter persönlich adressieren“, sagt Clara von Sydow. "Das spornt jeden individuell an und sorgt für fette Pluspunkte.“ So kriegt der eine einen Bonus, der andere den Status, der nächste den Titel, das Lob oder etwas ganz anderes. Top-Teamleiter fragen sich also vor dem Griff in die Motivationszauberkiste: "Trifft diese Maßnahme wirklich auf das Bedürfnis zu, das dieses Teammitglied hat?“ Am besten lässt sich die Antwort darauf in Einzelgesprächen und Workshops finden, so die Business-Trainerin. Geht es aber darum, alle zu pushen, eignen sich die Fragen: "Was können wir als Team erreichen?“, "Was, wenn wir uns das zutrauen?“, "Was ist für uns dann noch möglich?“ So rücken Sie den Teamgeist in den Fokus. Und die Chance, Magisches zu erreichen.

Wo will ich hin?

Für Coach Stephanie Hollstein ist diese Frage an sich selbst besonders wichtig, wenn die Karriere mal stockt. Je konkreter die Selbstreflexion, umso besser: "Was will ich thematisch machen?“, "Auf welcher Hierarchiestufe möchte ich ankommen?“, "Was treibt mich genau an, jeden Morgen zur Arbeit zu gehen?“ Wer das für sich beantwortet – was schwer genug ist –, fragt im nächsten Schritt: "Wie schaffe ich das?“ Und daran gekoppelt: "Kann ich mein Ziel überhaupt da, wo ich gerade arbeite, verwirklichen?“ Kennen Sie die Antworten darauf, heißt es schließlich, das Gespräch mit dem Vorgesetzten zu suchen und die eigenen Ambitionen darzulegen, rät die Expertin: "Welche Möglichkeiten gibt es für mich in dieser Firma, meine Ziele zu erreichen?“ Besonders wichtig ist dabei allerdings, sich nicht allein als Nehmer zu positionieren, der etwas will, sondern als Geber. Und zwar beispielsweise so: "Was kann ich tun, damit ich diese Ziele erreichen kann?“, "Muss ich mich noch weiterbilden, etwa Zusatzqualifikationen erwerben?“

Wie ist denn das Fingerfood?

Wenn das Catering bei der Netzwerkveranstaltung solche Häppchen hergibt, ist diese Frage ein idealer Small-Talk-Starter. Sie ist zwar ähnlich seicht wie Wetter und Beruf, hat aber einen großen Vorteil, erklärt Clara von Sydow: "Es handelt sich dabei um eine Bewertungs- oder Einschätzungsfrage, die den Beteiligten erlaubt, ein richtiges Gespräch zu führen.“ Denn man frage den anderen nach seinem Urteilsvermögen und seinen eigenen Gedanken, sagt sie. Außerdem öffne das den anderen, weil man Interesse an seiner Meinung zeige, so der Kommunikationsprofi. Alternativ können Sie auch fragen: "Was halten Sie vom Vorredner?“, "Wie finden Sie die Location hier?“ Über alles, was die Gesprächspartner gemeinsam erleben oder erlebt haben, können Sie ganz einfach reden, lautet die oberste Small-Talk-Regel.

Wie können wir die Firma so richtig ruinieren?

Nein, hierbei handelt es sich nicht um eine Racheaktion, sondern um eine geniale Kreativtechnik. Nehmen Sie sich die Aufgabenstellung vor – wie etwa "den Absatz steigern“ – und fragen stattdessen genau das Gegenteil. Egal ob sich selbst oder die Brainstorming-Runde. In diesem Fall: "Wie erreichen wir, dass der Absatz komplett einbricht?“ So nehmen Sie Druck raus und kommen plötzlich auf ganz neue und sehr viel mehr Ideen, die Sie am Ende einfach nur wieder umkehren müssen… Voilà, wer richtig fragt, kommt schneller zur Lösung!

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