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3 Styling-Tricks gegen Lockdown-Tristesse

Gerade sind die Haute-Couture-Schauen mit einem allgemeinen Seufzer zu Ende gegangen, zudem suchen Millionen Fans der Netflix-Serie Bridgerton im Internet nach dem Begriff "regencycore". Die Begeisterung für beides überrascht kaum – gutes Styling hat beim Rausträumen aus dem Lockdown schließlich noch keinem geschadet!

DIOR Haute Couture SS 2021
Foto: DIOR PR

Was hat die Haute Couture, die diese Woche ihre Kollektionen präsentierte, mit der überaus erfolgreichen Netflix-Serie Bridgerton zu tun? Nun ja: sie sind willkommener Eskapismus in Zeiten des tristen Lockdowns. Die Geschichte von Bridgerton ist eigentlich banal, es geht um eine Liebesgeschichte und rauschende Feste. Und auch die Haute Couture erinnert uns an Zeiten, in denen Stars auf roten Teppichen standen. Und wir auf einer Party. Es ist deshalb kein Wunder, dass Frauen auf der ganzen Welt, so vermeldet es zum Beispiel die Modesuchplattform Lyst, zur Zeit nach einem lustigen Begriff suchen: „regencycore“. Das ist der Hashtag für den Stil der Regency-Ära im frühen 19. Jahrhundert, in der auch Bridgerton spielt.

Statt nach Loungewear sehnt man sich also jetzt nach Empire-Kleidern, wie sie die Bridgerton-Heldin Daphne Bridgerton alias Phoebe Dynevor trägt. Für diesen Suchbegriff verzeichnet Lyst ein Plus von 93 Prozent. Weitere Kandidaten auf der Glamour-Wunschliste? Korsetts, Kristallschmuck und Perlen.

Und jetzt wird es interessant, denn auch Dior-Designerin Maria Grazia Chiuri entführt mit ihrer Haute-Couture-Kollektion in eine andere Welt: ihre Inspiration war diesmal die des Tarot, genauer gesagt: das Visconti-Sforza-Set, erschaffen vom Maler Bonifacio Bembo für den Mailänder Herzog Sforza im 15. Jahrhundert. Aber was sehen wir bei Dior? Nicht etwa die Silhouette aus dieser Zeit. Sondern Empire-Schnitte mit tiefen Ausschnitten und ab Brust weit fallenden Kleidern, die an Bridgerton erinnern. Das geht in Ordnung. Denn das Legen von Tarotkarten ist sowieso reine Interpretationssache. Aber auch immer: die Hoffnung auf Besserung.

Nun ist für die meisten von uns weder die Investition in Haute Couture noch der bunte (und historisch nicht wirklich korrekte Pop-Historien-Soap-Look von Bridgerton eine Option, um die Lockdown-Laune ein wenig aufzuhellen. Aber ein wenig Inspiration wird wohl erlaubt sein.

Hier sind drei Styling-Anleihen, um der Tristesse zu entfliehen:

Haarschmuck

Diademe sind bei Bridgerton ein Muss für die Debütantinnen der Ballgesellschaft, und auch bei Dior tragen die Models kunstvollen Kopfschmuck. Nichts einfacher als das: ein mit Perlen oder Kristallen besetzter Haarreif verleiht das gleiche Prinzessinnen-Gefühl, aber in zeitgemäß.

Tiefe Ausschnitte

Empirekleider sind vor allem eins: ganz schön mädchenhaft. Eine erwachsenere Variante sind Pullis und Oberteile mit tiefem, rundem Ausschnitt. Selbst mit einem dezenten Puffärmel wird eine Frau noch ernst genommen. Und: geht auch zur Jeans.

Kristallohrringe

Dramatische Ohrringe sind der rote Lippenstift unter den Schmuckstücken: sie drehen jedes Weiße-Hemden-Outfit sofort auf chic. Und sind jetzt garantiert keine falsche Investition: die Zeit nach Corona wird kommen. Und dann wird die halbe Modewelt vor lauter Freude garantiert glitzern wie ein Swarovski-Kronleuchter.