Food

11 Vorbilder im Kampf gegen Lebensmittelverschwendung

Diese Unternehmen sind Vorbilder im Kampf gegen Lebensmittelverschwendung.

11 Vorbilder im Kampf gegen Lebensmittelverschwendung
11 Vorbilder im Kampf gegen Lebensmittelverschwendung (1/12) unsplash.com/DANIEL-HJALMARASSON

Kampf gegen Lebensmittelverschwendung

Wenn jeder Einzelne darauf achtet, keine Lebensmittel zu verschwenden, können wir vieles erreichen und so zu mehr Nachhaltigkeit beitragen. Große Unternehmen und kleinere Betriebe sollten ebenso auf ihren Umgang mit Nahrungsmitteln achten. Diese 11 Unternehmen sind tolle Vorbilder.

Etepetete rettet krummes Obst und Gemüse
Etepetete rettet krummes Obst und Gemüse (2/12) Etepetete

Etepetete rettet krummes Obst und Gemüse

Im Supermarkt finden wir nur Obst und Gemüse, das der Norm entspricht. Etepetete gibt auch krummen Früchten und Gemüse eine Chance, das aufgrund der ästhetischen Merkmale normalerweise in der Tonne gelandet wäre. Insgesamt hat Etepetete bisher über 1,3 Millionen Kilo Obst und Gemüse gerettet. Die Boxen kommen je nach Bedarf wöchentlich oder alle zwei Wochen direkt zu einem nach Hause. Die Redaktion hat die Etepetete Gemüsebox getestet. In der Box waren einige Möhren, eine Zucchini, eine Aubergine, ein Kohlrabi, eine Schmorgurke, fünf Tomaten, Kartoffeln und sogar ein paar Weintrauben. Die Ware kam super frisch bei uns an. Es ist unvorstellbar, dass dieses köstliche Gemüse aufgrund seiner minimalen Mängel im Müll gelandet wäre, hätte Etepetete das Gemüse nicht gerettet. Tipp: Lassen Sie sich die Box nach Möglichkeit zu Ihrer Arbeit liefern, so verpasst der Lieferant Sie nicht und die Ware kommt garantiert frisch an.

Je nach Größe und Inhalt kosten die Boxen um 20 bis 35 Euro.

Mit der Too Good To Go App lecker essen und Lebensmittelverschwendung vermeiden
Mit der Too Good To Go App lecker essen und Lebensmittelverschwendung vermeiden (3/12) Too Good To Go

Mit der Too Good To Go App lecker essen und Lebensmittelverschwendung vermeiden

Die Too Good To Go App sollte jeder auf seinem Smartphone installiert haben. Denn die App listet Restaurants, Supermärkte und Bäckereien auf, die übriggebliebenes Lebensmittel zu einem günstigeren Preis abgeben. Das Essen zahlt man entspannt via App. Die Speisen holt man direkt im entsprechenden Betrieb ab. So hat man ein köstliches Mahl für einen kleinen Preis und verhindert somit, dass das Essen in der Tonne landet. We love!

Leckere Fruchtsnacks von Dörrwerk aus gerettetem Obst
Leckere Fruchtsnacks von Dörrwerk aus gerettetem Obst (4/12) Dörrwerk

Leckere Fruchtsnacks von Dörrwerk aus gerettetem Obst

Frisches Obst wird früher oder später schlecht. Kein Grund, es zu entsorgen, dachten sich die Gründer von Dörrwerk. Sie verarbeiten reife Früchte, die kurz davor sind, zu verderben, in köstliche und gesunde Fruchtsnacks. Neben luftgetrockneten Apfelchips bietet das Dörrwerk auch Fruchtpapier an. Dabei handelt es sich um hauchdünn getrocknetes Fruchtpüree. Die fruchtigen Snacks kosten je nach Sorte um 2,50 bis 4,50 Euro.

Bei Foodsharing Lebensmittel kostenlos abholen oder selbst verschenken
Bei Foodsharing Lebensmittel kostenlos abholen oder selbst verschenken (5/12) Foodsharing

Bei Foodsharing Lebensmittel kostenlos abholen oder selbst verschenken

Das Foodsharing Konzept ist vielen bestimmt schon ein Begriff. Auf der Website verschenken seit 2012 private Haushalte und Betriebe Lebensmittel und fertige Speisen, die sie nicht mehr essen, beziehungsweise verkaufen können. Denn wer kennt es nicht: Man kocht mal wieder viel zu viele Nudeln oder hat vor dem Urlaub doch etwas mehr Aufschnitt eingekauft, als man verbrauchen kann. Das System wirkt aktiv gegen Lebensmittelverschwendung und hilft Menschen, die nicht genug Geld für Lebensmittel haben. Insgesamt wurden bisher über 16 Millionen Kilo Lebensmittel vor der Mülltonne gerettet. Neben der Website gibt es außerdem zahlreiche Facebook-Gruppen, die sich dem Konzept angenommen haben.

Überschüssige Lebensmittel bei Sirplus kaufen
Überschüssige Lebensmittel bei Sirplus kaufen (6/12) Sirplus

Überschüssige Lebensmittel bei Sirplus kaufen

Bei Sirplus gibt es außer Obst, Gemüse und weiteren fricshen Produkten so ziemlich alles, was das Herz begehrt. Neben köstlichen Snacks, gesundem Müsli und besonderen Nudelsorten gibt es hier ebenso Getränke und Kosmetikartikel. All diese Produkte vereint eine Eigenschaft: Sie stehen kurz vor dem Mindesthaltbarkeitsdatum, sind bereits abgelaufen oder stammen aus einer Überproduktion. Bei Popcorn, Müsli, Matcha Tee und Co ist das allerdings vollkommen egal.

Knödel aus gerettetem Brot von Knödelkult
Knödel aus gerettetem Brot von Knödelkult (7/12) Knödelkult

Knödel aus gerettetem Brot von Knödelkult

Ob zur Wiesn-Zeit oder an Weihnachten: Knödel sind einfach etwas Feines. Noch besser schmecken sie, wenn man weiß, dass man beim Essen etwas Gutes tut. So geht es einem mit den Knödeln von Knödelkult, denn diese bestehen aus Brot, das normalerweise im Abfall gelandet wäre. Die Knödel gibt es sowohl in herzhaften Sorten, wie mit Speck und Zwiebel, als auch in der süßen Ausführung mit Mohn und Mandeln. Die Sorten kosten zwischen 3,50 und 4,50 Euro.

Essen gehen im Non-Profit-Restaurant Restlos Glücklich
Essen gehen im Non-Profit-Restaurant Restlos Glücklich (8/12) Claudia Goedke

Essen gehen bei Restlos Glücklich

Der Berliner Verein Restlos Glücklich hat es sich zum Ziel gesetzt, die Wertschätzung von Lebensmitteln wieder präsenter werden zu lassen. Deshalb wird bei Dinnerevents, Kochkursen und Workshops mit überschüssigen Lebensmitteln gekocht.

Rezepte aus Resten kreieren mit Zu gut für die Tonne
Rezepte aus Resten kreieren mit Zu gut für die Tonne (9/12) unsplash.com/LE-BUZZ

Rezepte aus Resten kreieren mit Zu gut für die Tonne

Wer kennt das Szenario nicht: Der Kühlschrank und der Vorratsschrank sind voll mit Resten und trotzdem hat man keine Idee, was man zu Abend essen könnte. Zu gut für die Tonne ist die Lösung für dieses Problem. Auf der Website oder in der App gibt man einfach die Zutaten an, die man zu Hause hat und es wird einem ein Rezept vorgeschlagen. Falls die Website kein Rezept für Sie ausspucken sollte: Improvisieren Sie! Kohlenhydrate mit etwas Gemüse, Omelette oder Apfelpfannkuchen sind tolle Klassiker aus Resten, die man fast immer im Haus hat.

Satt im Restaurant? Reste in der Restlos genießen Box mitnehmen
Satt im Restaurant? Reste in der Restlos genießen Box mitnehmen (10/12) Restlos genießen Box

Satt im Restaurant? Reste in der Restlos genießen Box mitnehmen

So gut das Essen auch schmeckt: Manchmal ist man im Restaurant plötzlich satt. Für die Speise bedeutet das meistens, dass sie nach dem Abräumen im Müll landet. Doch das muss nicht sein. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft hat die Restlos genießen Box herausgebracht. Diese besteht aus zu 100 Prozent recyclebarem Material. Besonders toll: Die Box verträgt hohe Temperaturen bis zu 160 Grad Celsius, sodass man das Essen problemlos in der Mikrowelle erwärmen kann, wenn einen der Hunger überkommt. Für Unternehmen lohnt sich die Box auch, denn auf der Oberseite der Schachtel lässt sich eine Visitenkarte einstecken. Aktuell nutzen über 200 Gastronomen in Deutschland die Box.

Übriggebliebenes zu selbst bestimmten Preisen kaufen bei The Good Food in Köln
Übriggebliebenes zu selbst bestimmten Preisen kaufen bei The Good Food in Köln (11/12) The Good Food

Übriggebliebenes zu selbst bestimmten Preisen kaufen bei The Good Food in Köln

Dieser Tipp ist besonders für unsere Leserinnen aus Köln ein Juwel: Bei The Good Food können Sie Lebensmittel, die das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten haben, kaufen. Den Preis bestimmen Sie selbst – Sie zahlen das, was Ihnen die Ware wert ist. Neben eingelegtem Obst und Gemüse, sowie Trockenwaren, gibt es hier auch frische Früchte und Gemüse. Dieses haben die Unterstützer des Ladens selbst geerntet. Ein tolles Konzept, das hoffentlich bald in weiteren deutschen Großstädten zu finden ist.

Geschirr von Kaffeeform
Geschirr von Kaffeeform (12/12) Kaffeeform

Geschirr von Kaffeeform

Designverliebte Kaffeetrinker sollten bei Kaffeeform vorbeischauen. Hier finden Sie schöne Kaffeetassen und To-Go-Becher aus altem Kaffeesatz. Anstatt den Kaffee nach seinen Diensten in den Müll zu werfen, presst das Unternehmen daraus das schicke Geschirr.
Der To-Go-Becher kostet um 15 Euro.