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Rebelle-Gründerin Cécile Wickmann über Business und Designertaschen

MADAME.de sprach mit Cécile Wickmann über die Gründung des Onlineshops Rebelle und ihr Herzensprojekt "REBELLE with a cause", das zum Nikolaus-Wochenende eine tolle Überraschung für Second Hand-Liebhaber bereit hält

Cecile Wickmann
Rebelle-Gründerin Cécile Wickmann im interview mit MADAME.de Rebelle

Ihre Ideen sind inspirierend, ihr Mut ist bewundernswert: Frauen, die kreative Wege gehen, keine Angst vor Rückschlägen haben und die ihr Glück selbst in die Hand nehmen. Pionierinnen, von denen wir uns einiges abgucken können - egal, ob Unternehmerin, Feministin, Künstlerin oder Meinungsgeberin. Unter dem Hashtag #100Mesdames porträtiert MADAME.de Frauen der Zeitgeschichte, aus Wirtschaft, Kultur und Design.

#100Mesdames mit Cécile Wickmann

Mit gerade mal 29 Jahren gründet Cécile Wickmann 2013 ihr eigenes Unternehmen und erfüllt damit sich und vielen anderen Second Hand-Liebhabern einen großen Traum: Auf der Plattform Rebelle findet man von Gucci bis Chanel alle beliebten Labels aus dem Luxus-Segment. In dem Onlineshop für Designerstücke können Anbieter ihre Schätze weiter verkaufen und Käufer durch die angebotene Echtheitsprüfung sichergehen, ausschließlich Originale zu ergattern. Cécile Wickmann ist ein Vorbild für viele Frauen und sie nutzt diese Position für den guten Zweck: Zusammen mit Rebelle und Plan International rief sie die Initiative "Rebelle with a cause" ins Leben, das weltweit Mädchen unterstützt.

Designertaschen und Schuhe
Auf Rebelle werden Luxus-Träume wahr: Von Designerhandtaschen über glamouröse Schmuckstücke findet man hier alles Rebelle

Interview mit Rebelle-Gründerin Cécile Wickmann

MADAME.de: Sie haben als junge Frau Ihr eigenes Unternehmen gegründet – ein mutiger Schritt. Wie kam es dazu und wo steht die Firma heute?

Cécile Wickmann: Die Idee, Rebelle zu gründen, ist aus einem persönlichen Problem heraus entstanden: nach meinem Master-Studium 2013 bin ich für einen neuen Job nach Hamburg gezogen. Im Keller meiner Eltern stapelten sich derweil noch diverse Kartons mit einst geliebten Kleidungsstücken. Der Verkauf auf dem Flohmarkt oder über bestehende Online-Portale war mir zu aufwändig und besonders für die hochwertigen Teile auch nicht lukrativ genug. Bei der Recherche im Internet habe ich keinen adäquaten Verkaufsservice gefunden, der mir als Privatkundin dabei half, gut erhaltene Kleidungsstücke komfortabel zu Geld zu machen. Ich habe darin eine Geschäftsidee gesehen und daraufhin Rebelle gegründet.

Hätten Sie sich mehr Unterstützung und Hilfe bei der Gründung - auch von Seiten der Politik - gewünscht?

Unterstützung von Seiten der Politik habe ich zum damaligen Zeitpunkt nicht vermisst. Was uns allerdings immer wieder auffällt, sind die vielen administrativen Hürden, auf die insbesondere kleine und junge Unternehmen stoßen. Hier gibt es mit Sicherheit viel Verbesserungspotential. Grundsätzlich wäre sowohl eine stärkere Innovationsförderung als auch eine Erleichterung in puncto Bürokratie sehr wünschenswert.

Sie haben einen Traum Realität werden lassen und sind damit gleichzeitig zum Vorbild vieler junger Geschäftsfrauen geworden. Haben Sie einen Ratschlag für jene, die ähnliche Ambitionen haben?

Wenn man das Gefühl hat, dass die eigene Idee das Zeug dazu hat, ein Erfolg zu werden, sollte man es wagen. Dann geht es darum, sich genau zu überlegen, wen man sich als Geldgeber und damit Gesellschafter ins Boot holt. Es kann auch durchaus sinnvoll sein, das Projekt mit eigenen Mitteln anzugehen, so zu wachsen und den Unternehmenswert zu steigern. Das hängt natürlich von den eigenen Möglichkeiten, aber auch vom Geschäftsmodell und der Markt- bzw. Wettbewerbssituation ab.

Vintage-Schätze weiter zu verkaufen, ist auch eine Form von Nachhaltigkeit. Sollte unsere Gesellschaft mehr in die Richtung Second Hand denken und Unternehmen - ähnlich wie Rebelle - unterstützen? Sehen Sie weitere Möglichkeiten in der Modewelt, Sustainabilty attraktiver zu gestalten?

Vor allem ist es wichtig, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Die Mode-Industrie ist eine der umweltschädlichsten Industrien der Welt. Der Modekonsum hat in den letzten Jahren im Zeitalter von Fast Fashion nochmal stark zugenommen. Ob es nachhaltig produzierte neue Kleidung ist oder Secondhand Stücke, die sich im zweiten oder dritten Lebenszyklus befinden, ist eher zweitrangig. Wichtig ist es, bewusst zu konsumieren und auf die Qualität zu achten. Nur so kann man sicherstellen, dass das einzelne Teil eine lange Haltbarkeit hat und viele Wäschen unbeschadet übersteht. Auch darf man durchaus hinterfragen, ob man wirklich jeden Trend mitmachen muss oder sich lieber auf klassischere zeitlose Teile konzentriert. Der Secondhand-Markt ist erst der Anfang - wir alle werden zukünftig anders und bewusster konsumieren müssen und die Modeindustrie ist gerade dabei, darauf zu reagieren.

Was steckt hinter dem Projekt "REBELLE with a cause“, das Rebelle in Zusammenarbeit mit Plan International ins Leben gerufen hat?

Mit unserer Initiative "REBELLE with a cause" unterstützen wir in Zusammenarbeit mit Plan International die weltweite Bewegung "Girls Get Equal“ des Kinderhilfswerks, das sich für die Gleichberechtigung und bessere Bildungschancen von Mädchen und Frauen einsetzt. Plan kämpft gegen überholte Rollenbilder, Gewalt und Missbrauch sowie für ein Leben in finanzieller Unabhängigkeit. Mit der globalen Bewegung "Girls Get Equal“ setzen wir uns dafür ein, dass Mädchen selbstbestimmt leben und die Welt um sich herum aktiv mitgestalten können.

Wir helfen, indem wir Kleiderspenden zu Geldspenden machen: Auf Rebelle.com kann jeder den Verkaufserlös seiner Designerstücke, ganz einfach und mit nur einem Klick, direkt an Plan International spenden. Bei jedem verkauften Artikel spendet Rebelle die Service-Gebühr sowie die gesamte Provision, sodass 100 Prozent des Verkaufserlöses direkt an den Mädchenfond des Kinderhilfswerks gehen. Alle Charity-Verkäufer erhalten am Jahresende eine offizielle Spendenbescheinigung von Plan International. Regelmäßig unterstützen wir das Projekt mit Aktionen - wie beispielsweise jetzt am Nikolaus-Wochenende: Deutschlands Mode-Blogger, wie Jessie Weiss, Juliane Dieser, Lisa Banholzer und weitere großzügige VIP-Spender, verkaufen ihre ehemaligen Lieblings-Designer-Pieces für den guten Zweck. Darunter sind unter anderem eine Bulgari-Tasche von Lisa Banholzer, ein Stine Goya-Kleid von Jessie Weiss oder Balenciaga-Pumps von Juliane Diesner. Von Freitag den 6. bis Sonntag, den 8. Dezember spendet Rebelle zusätzlich 5 Euro für jede eingehende Bestellung an Plan International - egal ob Charity-Produkt oder nicht.

Afrikanische Mädchen auf dem Weg zur Schule
"REBELLE with a cause" unterstützt Mädchen weltweit Rebelle

Rebelle ist nicht nur ein Online-Shop für Designerstücke, sondern bietet auch die Prüfung der Modelle an. Verraten Sie uns drei Merkmale, an denen man eine echte Designerhandtasche von einer Fälschung unterscheiden kann?

Wir haben eine eigene Abteilung mit geschulten Experten, die jedes einzelne Designerstück auf Echtheit und Zustand überprüft. Unangefochtene Spitzenreiter bei den gefälschten Designern sind Louis Vuitton, Chanel und Hermès. Fälschungsgefährdet sind grundsätzlich hochpreisige und populäre Designer, die sich allgemein großer Beliebtheit erfreuen und einen hohen Bekanntheitsgrad haben. Bei der Investition in eine Secondhand Designertasche sollte man dementsprechend auf Folgendes achten:

  1. Es ist sinnvoll, sich vorab über die Echtheitsmerkmale des favorisierten Designerstücks zu informieren. So haben einige Marken und Modelle immer einen Date Code, eine Seriennummer oder Täschner-Stempel eingeprägt - andere verwenden nur bestimmte Reißverschluss-Fabrikate. Jede Marke und jedes Modell hat spezifische Merkmale, an denen es sich zu orientieren gilt. Am wichtigsten ist es, die Qualität zu prüfen - sprich das verwendete Material und ob es hochwertig verarbeitet ist. Auch Logo-Druck, Metallelemente und Nähte sind wichtige Kennzeichen.  
  2. Stutzig sollte man werden, wenn ein Artikel zu einem ungewöhnlich niedrigen Preis angeboten wird. Eine Hermès Birkin Bag für 1.000 Euro ist garantiert nicht echt, denn die Preise für eine gebrauchte Tasche dieser Art liegen bei mehreren Tausend Euro.
  3. Gerade online sollte man nur in seriösen Shops kaufen, die auch wirklich eine Echtheitsprüfung garantieren. Mittlerweile gibt es extrem gut gemachte Fakes, die nur lang geschulte Experten erkennen können. Bei uns erreichen nur auf Echtheit und Zustand geprüfte Artikel den Käufer.

Haben Sie ein Lieblingsstück, das es aktuell auf Rebelle zu kaufen gibt?

Meine "Roady"-Bag von Yves Saint Laurent gehört definitiv zu meinen ehemaligen Lieblingsteilen. Ein absoluter Klassiker in meiner Lieblingsfarbe dunkelblau. Ich trenne mich nur von ihr, weil ich ein bisschen Platz brauche.

Nach einem stressigen Arbeitstag: Was ist Ihr Geheimtipp zum Abschalten und Entspannen?

Für mich gibt es eigentlich nichts Schöneres, als bei einem Glas Rotwein einen schönen Abend mit ein paar Freunden ausklingen zu lassen. Manchmal muss es aber auch einfach ein gutes Buch und eine heiße Badewanne sein.

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