Warum wir nach einem Nickerchen müder sind als vorher

Es gibt wohl kaum einen Menschen, der sich im Arbeitsalltag nicht eine kleine Schlafpause herbeisehnt. Der richtige Mittagsschlaf ist jedoch eine Kunst für sich und wer sich ohne Plan hinlegt, hat sich am Ende keinen Gefallen getan!

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Unzählige Studien weisen jedes Jahr darauf hin: Ein kurzes Nickerchen macht müde Menschen munter, fördert Konzentration, Kreativität und Aufmerksamkeit und auch vorher aufgenommene Informationen sollen im Schlaf besser verarbeitet werden als im Wachzustand.

Große Unternehmen wie Google, Apple, Ben & Jerry's oder Beratungsgigant PricewaterhouseCoopers haben das Potential von Power-Napping längst erkannt und bieten ihren Mitarbeitern Räumlichkeiten für ein gepflegtes Schläfchen in der Arbeitszeit.

Wie kommt es aber, dass wir nach einem Schläfchen oftmals groggy aufwachen und noch müder sind als vorher? Weil wir zu lange geschlafen haben! Wer länger als 30 Minuten schläft, gelangt in die Tiefschlafphase, aus der das Aufwachen nur sehr schwer fällt. Die Folge ist noch größere Müdigkeit, schlechtere Konzentrationsfähigkeit und eine verschlechterte Motorik. Also ganz genau das Gegenteil von dem, was wir uns erhofft hatten.

So lange darf ein Mittagsschlaf dauern
Wer sich tagsüber oder abends vor dem Ausgehen noch einmal kurz hinlegen will, statt den 3. Espresso zu trinken, dem empfehlen Schlaf-Forscher ein Nickerchen zwischen 10 und 20 Minuten. Der sogenannte Power-Nap im NREM-Modus fördert die Aufmerksamkeit, der Schläfer fühlt sich nach dem kurzen Nickerchen wieder erfrischt und ausgeruht.

Wer länger Zeit hat, darf sich auch für 90 Minuten hinlegen: Ein 90-minütiger Schlaf durchläuft einen vollständigen Schlafzyklus bis hin zum Tiefschlaf mit Traumphasen (REM-Schlaf). In der Tiefschlafphase werden bereits Emotionen und Erlebnisse verarbeitet, der Schläfer fühlt sich nach dem Aufstehen ausgeruht, Energie-geladen und bereit für neue Aufgaben.

Ein 60-minütiger Schlaf soll das Gehirn kognitiv wieder auf Touren bringen und das Erinnerungsvermögen sowie die Informationsverarbeitung verbessern. Also gut in intensiven Phasen des Lernens. Nachteil: Ein Stündchen Schlaf lässt uns groggy und träge wieder aufwachen, es dauert ein bisschen, bis wir wirklich wieder wach und aufmerksam sind.

Bei diesen Anzeichen leiden Sie unter einer Schlafstörung