So unterstützen Väter ihre Töchter in der Berufswahl

Ein erfreuliches Studienergebnis wurde in der August-Ausgabe der US-amerikanischen Zeitschrift "Psychological Science" veröffentlicht: Männer, die im Haushalt helfen, haben meist Töchter, die ambitioniertere Karrierewünsche hegen als jene Väter, die noch ganz reaktionär den Haushalt für Frauensache halten.

"The Sky is the Limit" - wenn Väter ihren Töchtern vorleben, dass der Haushalt eine gleichberechtigete Angelegenheit ist, entscheiden sich die Mädchen für weniger traditionell-weibliche Berufe

"The Sky is the Limit" - wenn Väter ihren Töchtern vorleben, dass der Haushalt eine gleichberechtigte Angelegenheit ist, entscheiden sich die Mädchen für weniger traditionell-weibliche Berufe.

Wenn die Männer im Haushalt helfen, beispielsweise beim Abwasch oder der Wäsche, signalisierten sie ihren Töchtern, so die Studienleiter, dass man von Männern erwarten könne, dass sie einen gerechten Anteil an der Hausarbeit erledigen. Und somit haben diese Töchter zugleich das Gefühl, sie könnten mehr Zeit in ihre Karriere investieren - und entscheiden sich für etwas männlicher-orientierte Berufe. 


Studienverlauf


Zwischen 2011 und 2012 haben Wissenschaftler der University of British Columbia in Vancouver, Kanada, Jungs und Mädchen im Alter von 7 bis 13 befragt, was sie später einmal werden wollen. Auch die Eltern dieser Kinder wurden interviewt, wie zu Hause der Haushalt aufgeteilt wird.

Wenn der Vater aktiv im Haushalt hilft ...
Wenn Väter aktiv im Haushalt helfen, streben deren Töchter häufig weniger traditionell-weibliche Berufe an, wie Astronautin, Polizeibeamtin oder Meeresbiologin.


Gleichberechtigte Eltern
Wenn die Eltern generell weniger traditionelle Rollenbilder vertraten, so waren auch deren Töchter aufgeschlossener, eher männlich assoziierte Karrieren anzustreben, zum Beispiel in der medizinischen Forschung, dem Ingenieurswesen oder der Paläontologie.

Väter, die zwar angaben, sie seien für die gerechte Verteilung von Haushalt und Arbeit innerhalb der Ehe, aber den Worten kaum Taten folgen ließen und somit doch die Mütter das Gros an Hausarbeit erledigen ließen, hatten meist Töchter, die die eher weiblich-assoziierten Berufsfelder anstrebten: Mode-Designerin, Krankenschwester, Bibliothekarin oder eben: Hausfrau und Mutter!



Die Angaben zur Arbeit im Haushalt der Eltern wurden übrigens nicht überprüft.