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REISE | City-GuideCity-Guide AmsterdamPuppenstube mit Weltstadt-Flair. Zauberhaft: die Altstadt. Super: die neuen Kreativ-Viertel. Und die Menschen? Sind die entspanntesten Europas![]() Foto: FAN/a-life (1), R. Drexel/Agentur Bilderberg (1), M. Gonzalez/Laif (1) Die Stadt der Grachten und Giebelhäuser lebt von ihrer unvergleichlichen Vielfalt. Ein paar Zahlen: In der 743.000-Menschen-Metropole spulen etwa 600.000 Biker über Kopfstein- pflaster und Kanalufer ihre Kilometer ab. Mit 6800 denkmalgeschützten Häusern und 90 von unzähligen Brücken und Stegen verbundenen Inselchen gilt Amsterdams historisches Herz als größte Altstadt Europas. Alt- und Neuhippies in den sogenannten Coffee-Shops, wo bis heute Schwarzer Afghane verkauft wird, prägen das Bild der ehemaligen Arbeiter- viertel Jordaan und De Pijp genauso wie erfolgreiche Jungdesigner, die bei der Gestaltung der vielen tollen Lifestyle-Adressen am Rande der „Negen Straatjes“ ein Höchstmaß an Fantasie aufbrachten. Das Karree der neun Sträßchen zwischen Prinsengracht, Herengracht und Keizersgracht ist das absolute Filetstück der Stadt. Nirgends sonst drängen sich Vintage-Läden, Grand und Bruin Cafés, Schmuck- und Fashion-Shops auf so engem Raum zusammen wie hier. Das Repertoire der Asia-Küchen reicht von Japan bis Indonesien. Von Sushi bis Saté. Doch in den Toplokalen der einheimischen Küchenchefs spürt man eine deutliche Rückbesinnung auf regionale Produkte wie weißen Spargel, grasgefütterte Lämmer und goldene Käselaibe. Deftige Hausmannskost wie Erbsensuppe mit Räucherwürstchen und die typische Amsterdamer „Gezelligheid“ erlebt man eher im Rotlichtbezirk, wo dralle Damen in den Schaufenstern um Kunden werben. Peu à peu räumen sie allerdings ihren Platz für Künstler, kreative Köche und junge Modemacher.
MADAME REISE-ARCHIV: EXKLUSIVE INFOS, ADRESSEN & GEHEIMTIPPS!
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AMSTERDAM - VENEDIG DES NORDENS
Bis vor wenigen Jahren lebten die Bewohner europäischer Hafenstädte nicht selten mit dem Rücken zum Meer. Auch in Amsterdam. Erst als Trendscouts und City-Designer den Charme alter Speicherhäuser, Lagerhallen und Zollgebäude wiederentdeckten, begann – gleichzeitig mit Barcelona, Hamburg und Buenos Aires – in Amsterdam eine neue Zeit. In wenigen Jahren verwandelte sich im Osten der Stadt das seinerzeit in Vergessenheit geratene Oostelijk Havengebied in ein begehrtes Wohnviertel. Auf vier Halbinseln mit so exotischen Namen wie Java oder Borneo wurde derart flächendeckend gebaut, dass man Terrassen und Gärten aus Platzmangel auf die Dächer verbannen musste. Kühl- und Lagerhäuser in coolem Industriedesign dienen seither als Showrooms, Concept Stores, Interior-Läden. Mittendrin: das Muziekgebouw als Standort für Jazzkonzerte und internationale Musikevents. Tagsüber radeln Shopping-Fans über die Jan Schaefer Brug in das neue Szeneviertel. Abends folgen die Party-People dem neuen Dinner-&-Dancing-Trend in Clubs wie das „Panama“, Bühne, Bar, Bistro und Dance-Floor in der alten Hafenverwaltung, oder das „Odessa“ (Veemkade 259), ein schwimmendes Café-Restaurant, wo zu späterer Stunde heftig abgerockt wird.