HEUBAD UND HONIGMASSAGE IM „HOTEL JUNGBRUNN“ IM TANNHEIMER TAL
Wenn sich ein Hotel „alpinen Lifestyle“ auf die Fahnen geschrieben hat, darf man einiges erwarten: Berge natürlich, satte Wiesen, ländliche Gemütlichkeit statt urbaner Hektik. Aber Lifestyle klingt dann doch chic und irgendwie cool. Ein Spagat. Ein sehr gelungener, wie ich finde, als ich im „Hotel Jungbrunn“ einchecke. Die Atmosphäre ist herzlich, die Materialien, die bei der Einrichtung der 81 Zimmer, der Salons und Restaurants verwendet wurden, orientieren sich an der Tiroler Natur: Holz, Stein, Filz, ländlich, großzügig und kein bisschen kitschig. Im Spa setzt man auf die Naturheilkräfte dieser Gegend, selbstverständlich gestützt durch modernste wissenschaftliche Erkenntnisse. Bei einem ersten Spaziergang durch das 5000 Quadratmeter große Spa entdecke ich neben klassischen Behandlungs- räumen, Hallenbad und Solarium ein Tepidarium, eine Dampf-Kamille-Grotte sowie eine Solegrotte, draußen gibt es ein Badebiotop, eine Erdsauna und einen großen Salzwasserpool.
Meine erste Behandlung heißt „Servus die Wadl’n, Servus die Fiaß“ und beginnt mit einem Fußbad. Im Waschzuber! Wie Heidi auf der Alm, denke ich spöttisch. Doch die über 300, von einer Bergbauernfamilie nach Geheimrezept zusammengestellten heimischen Alpenkräuter entfalten im warmen Wasser einen entspannenden Duft – herrlich! Anschließend beginnt Therapeut Mario mit der Behandlung. Meine Füße werden geklopft, gedrückt, abwechselnd kalt und warm gewickelt, die Zehen einzeln und sorgfältig massiert. Ich lerne, dass durch diese Techniken der Stoffwechsel angeregt, durch Stimulation der Reflexpunkte die Aktivität der entsprechenden Organe gestärkt und durch Reizung der Lymphen Schlacken mobilisiert und Gifte ausgeleitet werden. Zeit, darüber nachzudenken, welches der drei Restaurants ich heute ausprobieren möchte: Tiroler Küche im Gasthaus „Was Guat’s vom Berg“, das Sechsgängemenü im eleganten „Kulinarium“ oder die experimentierfreudigen Kreationen im Haubenrestaurant „Jungbrunnstube Gourmet“.
Foto: PR
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Dort also lasse ich mich vom Jungen Wilden Christian Marent bekochen – ein Erlebnis! Später in meiner kuscheligen Suite falle ich auf ein besonderes Bett: Die Matratzen- auflage besteht aus Zirbenholzspänen und Johanniskrautöl, deren konzentrierte Kräfte angeblich die Herzfrequenz um bis zu 3500 Schläge in einer Nacht senken und die Nerven beruhigen. Die Wirkung bei mir? Tiefschlaf an der Bewusstlosigkeitsgrenze.
Am nächsten Morgen wartet Mario bereits mit einem Körperpeeling. Ich werde mit einer Mischung aus Honig, Bergkristallsalz und Olivenöl eingerieben und spüre wohliges Prickeln, das hilft, meine Muskeln zu ent- spannen. Glitschig wie ich bin, steige ich in eine warme Wanne, in der Zirbenholz- späne, Kräuter und Ringelblumen schwim- men. Die Unterwasserlampe taucht mich in rotes Licht, neben mir schimmert Kerzen- schein, dazu tönt sanfte Musik. Ein unglaublich sinnliches Vergnügen – und das morgens um 9 Uhr!
Die Liste der Treatments ist lang: sanfte Relaxmassagen, Ruhezeiten auf kunstvoll geschreinerten Liegen, die mit Bergkristall oder Rosenquarz gefüllt sind, Dampfbäder in der Solegrotte. Wer will, kann im „Jungbrunn“ auch ayurvedische Therapien buchen, klassische schulmedizinische Behandlungen oder Beauty-Treatments, zum Beispiel mit Produkten von Ligne St Barth. Ich aber setze auf das, was Tirol zu bieten hat. Bergwandern etwa oder ein Heubad, bei dem ich in gewässertes (deshalb keine Allergiegefahr), erwärmtes Heu ein- gewickelt, mit einer Gummidecke ummantelt und in warmes Wasser getaucht werde. Die im Heu enthaltenen ätherischen Öle tun ihren Dienst, das schweißtreibende Bad wirkt entschlackend und hautreinigend.
Mein Resümee nach einigen Tagen: Ich bin komplett erholt, habe samtweiche Haut und keinerlei Verspannungen. Und das Beste: Obwohl ich üppig gegessen habe, fahre ich mit weniger Gewicht nach Hause, als ich zuvor auf die Waage gebracht habe.
Assistentin der MADAME-Chefredaktion Brigitte Nennhuber
Natürlich schön
Das „Hotel Jungbrunn“ liegt eingebettet in die Tiroler Bergwelt im stillen Tannheimer Tal und setzt auf zurückhaltenden, clever umgesetzten Alpen-Luxus. Preise pro Person und Nacht im DZ ab 117 Euro. Beauty-Arrangements ab circa 100 Euro pro Tag.
HEUBAD UND HONIGMASSAGE IM „HOTEL JUNGBRUNN“ IM TANNHEIMER TAL
Wenn sich ein Hotel „alpinen Lifestyle“ auf die Fahnen geschrieben hat, darf man einiges erwarten: Berge natürlich, satte Wiesen, ländliche Gemütlichkeit statt urbaner Hektik. Aber Lifestyle klingt dann doch chic und irgendwie cool. Ein Spagat. Ein sehr gelungener, wie ich finde, als ich im „Hotel Jungbrunn“ einchecke. Die Atmosphäre ist herzlich, die Materialien, die bei der Einrichtung der 81 Zimmer, der Salons und Restaurants verwendet wurden, orientieren sich an der Tiroler Natur: Holz, Stein, Filz, ländlich, großzügig und kein bisschen kitschig. Im Spa setzt man auf die Naturheilkräfte dieser Gegend, selbstverständlich gestützt durch modernste wissenschaftliche Erkenntnisse. Bei einem ersten Spaziergang durch das 5000 Quadratmeter große Spa entdecke ich neben klassischen Behandlungs- räumen, Hallenbad und Solarium ein Tepidarium, eine Dampf-Kamille-Grotte sowie eine Solegrotte, draußen gibt es ein Badebiotop, eine Erdsauna und einen großen Salzwasserpool.
Meine erste Behandlung heißt „Servus die Wadl’n, Servus die Fiaß“ und beginnt mit einem Fußbad. Im Waschzuber! Wie Heidi auf der Alm, denke ich spöttisch. Doch die über 300, von einer Bergbauernfamilie nach Geheimrezept zusammengestellten heimischen Alpenkräuter entfalten im warmen Wasser einen entspannenden Duft – herrlich! Anschließend beginnt Therapeut Mario mit der Behandlung. Meine Füße werden geklopft, gedrückt, abwechselnd kalt und warm gewickelt, die Zehen einzeln und sorgfältig massiert. Ich lerne, dass durch diese Techniken der Stoffwechsel angeregt, durch Stimulation der Reflexpunkte die Aktivität der entsprechenden Organe gestärkt und durch Reizung der Lymphen Schlacken mobilisiert und Gifte ausgeleitet werden. Zeit, darüber nachzudenken, welches der drei Restaurants ich heute ausprobieren möchte: Tiroler Küche im Gasthaus „Was Guat’s vom Berg“, das Sechsgängemenü im eleganten „Kulinarium“ oder die experimentierfreudigen Kreationen im Haubenrestaurant „Jungbrunnstube Gourmet“.