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Meister der Inszenierung: John Galliano regt zum Träumen an


Foto: PR


John Galliano

PORTRÄT: DESIGNER JOHN GALLIANO

Seine Stil-Philosophie: „Sei mutig, sei selbstsicher und vor allem sei du selbst.“ Das ist klug, zeigt Klasse, und der in Gibraltar geborene John Galliano lebt dieses Motto denn auch in absoluter Perfektion. Was ihn im Übrigen auch zu einem der außergewöhnlichsten und kreativsten Couturiers unserer Zeit werden ließ. Spektakulär: seine extravaganten und legendären Runway-Shows, bei denen schon mal ein Bahnhof in einen nordafrikanischen Souk umgewandelt wird.

Woher kommen seine grenzenlose Fantasie und die Affinität zu dramatischen Inszenierungen? „Die spanischen Wurzeln meiner Mutter sowie das Arbeiten am Theater haben mich geprägt“, so Galliano. Er hat auch Madeleine Vionnets Schrägschnitt wiederentdeckt und ihn sogar auf T-Shirts übertragen. Das, zusammen mit seinem Mix aus Glamour, Ironie, Details aus dem 18. Jahrhundert und Ethno-Einflüssen, öffnete ihm die Tür zu ehrwürdigen Modehäusern wie Givenchy – und Dior, wo er nun seit dreizehn Jahren für das gesamte Universum verantwortlich ist. Mit seiner Mode soll es gelingen, „die Weiblichkeit, Romantik und Sinnlichkeit zurückzubringen“.

Wie alles anfing

Seine Abschlusskollektion am Central Saint Martins College of Art katapultierte John Galliano, 48, ins Rampenlicht: Seine Mode wurde 1984 bei Browns dekoriert und Diana Ross kaufte einen Mantel. 1987 wie auch 1994 und 95 wurde Galliano zum Designer of the Year gekürt. Anfang der 90er zog er nach Paris, 1995 wurde er Chefdesigner des Hauses Givenchy und Star der Pariser Defilees. Zwei Jahre später löste er bei Dior Gianfranco Ferré als Chefdesigner ab.

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