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LIFESTYLE | Food
Kochschulen im Test
Dieses Mal: Miniature Wedding Cakes in der „Peggy Porschen Academy“ in London
Leichter gesagt als getan – Foto: PR
Die Peggy Porschen Academy in Chelsea – Fotos: PR
Die Peggy Porschen Academy in Chelsea – Fotos: Andrea Kuhnis Photography
Peggys Cup-cake Café und Shop ist einen Häuserblock von der Academy entfernt – Foto: Andrea Kuhnis Photography
Die Torten-Queen im Kurs – Foto: Andrea Kuhnis Photography
Perfekte Miniature Wedding Cakes der Meisterin persönlich... – Foto: Andrea Kuhnis Photography
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KEEP CALM AND BAKE CAKES
Cake-Couture
Nun steht er fest, mein Hochzeitstermin. Und da ich leidenschaftlich gerne backe und dekoriere – was liegt näher, als meine eigene Hochzeitstorte zu gestalten?
Ein bisschen Feinschliff kann nicht schaden, denke ich und melde mich für einen Dekorationskurs bei Peggy Porschen an, der Queen of Wedding Cakes. Berühmt für ihre traumhaften Torten, versüßte sie sogar die Hochzeit von Topmodel Kate Moss. Doch da bekomme ich eine (wenn auch char- mante) Absage der Academy mit dem Hinweis, als Anfängerin lieber den Kurs „Miniature Wedding Cakes“ zu besuchen. Anfängerin??? Ich backe, seitdem ich ein kleines Mädchen war!
Die Londoner „Academy“ liegt in einer Straße mit trendigen Boutiquen – Hutdesigner Philip Treacy ist ein paar Häuser weiter – und lässt mit seiner puderrosafarbenen Fassade und den wunderschönen Torten im Schaufenster das Herz jeder stylischen Bäckerin höherschlagen.
In entzückende Kochjacken in hellem Pink gekleidet, geht’s in den ersten Stock, wo wir acht Schülerinnen uns um Peggy versammeln. Unser Ziel: in zwei Tagen zwölf unterschiedlich verzierte Miniature Wedding Cakes zu kreieren.
Die Teigplatten aus hauchzartem Biskuit sind schon vorbereitet, bei unserem Kurs geht’s nicht ums Backen, sondern um
die Deko.
Also stechen wir runde Teile aus dem Biskuit, verbinden je zwei mit Buttercreme und umhüllen das zweistöckige Kuchen- gebilde mit Creme. Gar nicht so einfach, so richtig gleichmäßig wird mein Überzug nicht?...
Nun müssen die Törtchen erst mal ruhen und wir formen Blüten und Blätter aus Zuckerpaste. 24 große, 12 kleine Blüten und 24 Blätter soll jeder machen. Ich steche winzige Formen aus, graviere mit dem Veiner, einer Art Gravierwerkzeug, feine Linien. „Noch 15 Minuten“, sagt Peggy, „sonst schaffen wir unseren Zeitplan nicht.“ Moment! Ich habe ge- rade mal 10 große und 3 kleine Blüten geschafft.
Der nächste Programmpunkt: Wir sollen die Törtchen mit Marzipan umhüllen. Peggy rollt blitzschnell die Masse aus, streicht federleicht mit den Händen das Marzipan um die Törtchen, dreht, plättet, dreht, streicht – fertig. Okay, sieht easy aus. Diesmal arbeite ich gleich recht zügig, doch warum werden meine Törtchen keine adretten kleinen Türme wie Peggys? Sondern plumpe Kegel? Peggy erklärt, dass man mit den Fondantglättern gleichmäßig Druck ausüben muss.
Tag zwei: Nachdem die Törtchen mit Rollfondant ihr endgültiges Kleid be- kommen haben, kommt der Programm- punkt, auf den ich mich am meisten gefreut habe: Wir spritzen Verzierungen auf unsere Cakes. Schon die perfekte Mischung aus Puderzucker, Trocken- eiweiß und Wasser ist eine Wissen- schaft für sich.
Zur Übung sollen wir (gerade) Linien und Punkte auf Backpapier spritzen. Nichts leichter als das, sollte man meinen. Doch will das Icing nicht, wie ich will. Peggy zeigt noch mal geduldig, in welchem Winkel man die Spritztülle hebt, die hauchdünne Zuckergussschnur spannt, um sie dann in einer perfekten Gerade wieder abzusenken.
Ich übe weiter und seufze nach links zu Judy, die sensationelle Linien zu Papier bringt. „Aber Sweety“, meint sie auf- munternd, „die Linien in der Mitte sehen doch sehr hübsch aus!“ Danke, aber die hat Peggy persönlich gespritzt!
Jetzt kommt die Kür: Unsere Törtchen bekommen ihr Finish. Wir spritzen Ver- zierungen und befestigen Zuckerblüten auf den Cakes (Rezepte, Anleitungen »).
Am Ende des Kurses vergleiche ich demütig Peggys wunderschöne Cakes mit meinem eigenen Ergebnis. Zu Hause präsentiere ich die Törtchen meinem Freund. Er schnappt sich eines, beißt rein und meint freundlich: „Kann man essen.“
Eintägige Kurse ab 320 Euro. Weitere Infos: www.PeggyPorschen.com
... ambitionierte, aber nicht ganz so schöne Törtchen ... – Foto: PR
... von Art Director Kathrin Horn – Foto: PR
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