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LIFESTYLE | Food
Kochschulen im Test
Diesmal: Weber Grillakademie-Kurs in „Ziemann’s Kochschule and more“ in München
Teamwork: Die Kocheleven beim Anrichten des Hauptgangs – Foto: PR
„Ziemann’s Kochschule and more“ befindet sich in einem ehemaligen Kloster in München (www.ziemanns.de
). Neben klassischen Kochkursen werden hier auch die Weber Grillkurse angeboten – Foto: PR
Profikoch Stefan Ziemann erklärt die Vor- und Nachteile von Holz-, Kohle- und Gasgrill – Foto: PR
Aprikosenauflauf vom Grill – Foto: PR
MADAME-Moderedakteurin Nadine Hippler – Foto: Privat
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ALLEIN UNTER MÄNNERN
Grillen ist Kult
Auch wenn sich im Beziehungsgef(l)echt zwischen Mann und Frau viel verändert hat: Grillen ist immer noch Männersache. Ist auch völlig in Ordnung, wir lieben schließlich Männer mit Kohle und die Jungs das Spiel mit dem Feuer. Trotzdem bin ich überrascht, dass ich die einzige Quotenfrau des Weber Grillakademie-Basiskurses bin. Vom Feuerwehrmann(!) bis zum Akademiker ist unter den 19 Kocheleven so ziemlich jeder Typ zwi- schen 30 und 50 vertreten. Was sie – Pardon, uns – außer der Lust aufs
Outdoor-Brutzeln noch verbindet: der Wunsch, in die Tiefen der Grillkunst einzutauchen und nicht nur Koteletts, Würstchen und Tomaten auf den Rost zu legen.
Unsere Aufgabe: ein 4-Gänge-Grillmenü, bestehend aus Nackenbraten mit Knob- lauch-Kräuter-Rub, Gemüse und Pasta aus dem Grillwok, Kartoffeln in der Salzkruste, Hähnchen und Aprikosen- auflauf mit Vanillesauce (zu den Rezepten»).
Unser Chef: Stefan Ziemann, der neben der Lizenz zum Kochen und Grillen auch das Talent zum Stand-up-Comedian hat und uns ständig zum Lachen bringt.
Die „Werkbank“: der legendäre Weber-Kugelgrill „One Touch Premium“, der durch sein innovatives BBQ-System mit Pizzastein, Wok- und Pfanneneinsatz jede Menge Zubereitungsmöglichkeiten bietet. Sieben dieser ultimativen Grillstationen warten im Innenhof von „Ziemann’s Kochschule and more“ in München auf unseren Einsatz.
Bevor es zur Sache geht, werden wir mit reichlich Grundwissen versorgt. Zum Beispiel: Würstchen dürfen nur indirekt gegrillt werden, Halsnackensteak ist gutmütiges Fleisch (damit macht man nie etwas falsch). Oder auch, dass je nach Grillgut und -methode der BBQ in eine
Grill- (direkte Hitze) und Chill-out-Zone (indirekte Hitze) unterteilt werden muss. Der Nackenbraten etwa, der mariniert drei Stunden im Kühlschrank verbracht hat und nun in den heißen, eingeölten Bratenkorb gegeben wird, darf nur indirekt gegrillt werden, d.h. die Hitzequelle wird an den Rand des Grills verlegt, um das Verbrennen des Fleisches zu verhindern. Auch die Hähnchen werden nach dieser Technik gegrillt. Und damit man sie nicht ständig drehen und wenden muss, setzt man sie auf einen (mit Weißwein und Gewürzen gefüllten) Geflügelhalter. Beim Garen steigt die Flüssigkeit ins Fleisch und lässt es zart und saftig werden. Und weil Nachbraten immer geht, Zurückgaren aber nie, wird ein Fleischthermometer zum besten Küchenfreund unserer Grill- gang. Auch aus 100 Metern Entfernung kriegt man noch mit, wie es ums Grillgut steht. Es kann nämlich sprechen. Vor allem die Message „meat is done“ ent- spannt auch die küchenunerfahrensten Männer der Runde: Zähes Fleisch ist ihr erklärter Angstgegner.
Zeit, dem Team B über die Schulter zu schauen, das das Gemüse und die Pasta im Grillwok zubereitet. Ich lerne: Das Innere des Woks soll auch bei starker Hitze immer glänzen, d.h. hitzebestän- diges Öl ist ein Muss. Nachdem die Zwiebeln und das Gemüse angedünstet und mit etwas Aceto balsamico aromati- siert worden sind, wird der Deckel ge- schlossen und die Flüssigkeit langsam reduziert. Dann die vorgekochte Pasta untermengen, würzen und Parmesan dazu.
Das Spannendste für mich kommt zum Schluss, ich bin Feuer und Flamme: Dessert vom Grill. Dafür haben wir vorab Eiweiß steif geschlagen und Toastbrot sowie getrocknete Aprikosen klein ge- schnitten. Anschließend kommt alles in die Auflaufform und für 30 Minuten auf den Grill. Während der Nachtisch vor sich hin brutzelt, machen wir uns über die Vor- und Hauptspeisen her. Im Nu entsteht aus der Fachsimpelei ausgelassene Partystimmung. Feststeht: So schnell lasse ich mir in Zukunft die Grillzange nicht mehr aus der Hand nehmen.
Die Fakten: Die Weber Grillakademie gibt es zwölfmal in Deutschland. Sie bietet vom Basic- bis Exklusivkurs auch kulinarische Weltreisen sowie Winter- grillen an. Kursgebühr ab 89 Euro. Mehr unter www.weber-grillakademie.com
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