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BEAUTY | TrendBlüten-ZauberBlüten sind schön – und effizient: Ihre Essenzen lassen die Haut strahlen, spenden Feuchtigkeit und haben Anti-Aging-Power. Eingefangen in kostbaren Parfums betören sie die Sinne.Orchideen und Hibiskus So sind beispielsweise die Orchideen oder der Hibiskus wahre Profis in puncto Anti-Aging. Besonders viel Beauty-Power steckt in den Blüten der Orchideen, die in China als Symbol ewiger Jugend gelten. Unter Botanikern gilt die Orchidee als die am höchsten entwickelte Pflanze in der Natur. Und die viel- fältigste dazu: Etwa 30000 Arten sind bekannt, keine andere Blütenfamilie weist einen solchen Reich- tum an Formen und Farben auf. Es gibt Orchideen, die nur stecknadelkopfgroß sind, andere haben den Umfang eines Fußballs. Sie haben eine extrem lange Lebensdauer, sind unempfindlich gegen Umwelteinflüsse und altern praktisch unsichtbar. Jeder, der schon einmal Orchideen hatte, weiß, dass sie über ein halbes Jahr in voller Blüte stehen können und dabei kaum Wasser brauchen. Diese un- glaubliche Lebensenergie macht die Extrakte der Orchidee zu einem wahren Reservoir für die Anti- Aber auch die Wurzeln der Orchideen wurden gründlich analysiert. Dabei fand man heraus, dass sich die Zusammensetzung der Zellen im Laufe der Zeit kaum verändert, sie nichts von ihrer Qualität ein- büßen und so über einen langen Zeitraum hinweg uneingeschränkt funktionieren können. Guerlain hat nachgewiesen, dass die Moleküle aus den Wurzeln auch auf die Hautzellen verjüngend wirken. Als Molekularextrakt stecken die Moleküle in der Pflegeserie „Orchidée Impériale“ von Guerlain. Bei Chanel setzt man auf die Talente der Vanilla planifolia, einer Orchideenart aus Madagaskar. Der Saft in den Kapseln dieser Pflanzenart besitzt ebenfalls starke antioxidative Kräfte und sorgt in der Haut für Zell- erneuerung. Eingesetzt werden diese Wirkstoffe in der Pflegeserie „Sublimage“. Jede Menge Beauty-Potenzial enthält auch die Hibiskusblüte. In den Samen des indischen Hibiskus etwa stecken Wirkstoffe mit Lifting-Effekt. Gezielt auf Mimikfältchen und anfällige Partien wird z.B. das Serum „Elexier Lift“ von La Biosthétique aufgetragen (erhältlich bei Biosthétique-Friseuren). Der hoch- dosierte Wirkstoffkomplex aus Biopeptiden des indischen Hibiskus soll die Signalübertragung zwi- schen Nerven und Gesichtsmuskeln blockieren, sodass die Züge entspannt bleiben und Fältchen keine Chance haben. Seit Jahrhunderten gehört das Monoi-Öl zu den Beauty-Geheimnissen polynesischer Frauen. Es dient als Gesichtscreme und Körperöl, als Haarpflege und Sonnenschutz. Das Öl, so ent- deckten Forscher, ist reich an Fettsäuren und Vitaminen und spendet Haut und Haaren Feuchtigkeit bis in die Tiefe. Gewonnen wird es, indem die Blüten und Knospen der Tiaré-Pflanze mehrere Wochen in frischem Kokosöl eingebettet werden (Mazeration). Zusammen mit der Kau-Pe-Blume von den Mar- quesas spielt Monoi-Öl die Hauptrolle in der leichten Allroundpflege „Gelée de Monoi“ von Dior.
Edelweiß steht wegen seiner Seltenheit unter Naturschutz, wird aber verstärkt in kontrolliert biologischen Alpengärten angepflanzt. Seit einigen Jahren sind die Anti-Aging-Wirkstoffe der Pflanze entschlüsselt und werden als Extrakt für die Hautpflege genutzt. Edelweiß ist ein Überlebenskünstler, dem weder Kälte noch extreme UV-Strahlung etwas ausmachen. In Cremes können die Edelweißextrakte vor schädlichen Umwelteinflüssen schützen und dadurch den Alterungsprozess positiv beeinflussen (z.B. in den Produkten von Fèrmes de Marie oder Artemis). Holunderblüten enthalten die Vitamine A und B sowie Flavonoide und Bitterstoffe. Durch den Extrakt soll irritierte Mischhaut wieder in Gleichgewicht kommen (z.B. in der Naturkosmetik-Serie „Phyto-Balance“ von i+m). Die Ringelblume ist so etwas wie der Alleskönner unter den Blumen, enthält unter anderem Caro- tinoide, Flavonoide, Gerb- und Bitterstoffe sowie Beta-Sitosterol, einen östrogenartigen Wirkstoff. Die Ringelblume wirkt zellregenerierend, abschwellend, durchblutungsfördernd und hormonell aus- Wirkstoffe aus der Narzisse werden als Anti-Aging-Mittel eingesetzt. Dadurch soll sich die Haut besser regenerieren und verstärkt ihre eigenen Schutzfunktionen ausbilden können. Auch der Blütenextrakt aus Seerosen hat seinen Weg in das Kosmetikregal gefunden, der Pflanzen- schleim speichert Feuchtigkeit sehr gut und mildert mit Zuckerstoffen Juckreiz. Außerdem enthält Seerosenextrakt Vitamin C, das die Kollagenfasern stärkt. Als Königin der Blumen gilt die Rose. Am wertvollsten ist das Öl der Rose, das mit Hilfe von Wasser- dampf schonend aus den Blüten destilliert wird. Für einen Liter Rosenöl braucht man 3000 Kilo Rosenblüten, der Grund, warum Rosenöl so teuer ist. In natürlichem Rosenöl sind etwa 350 ver- schiedene Substanzen enthalten und beinahe ebenso viele Wirkungen werden ihm zugeschrieben: Es kann Hautrötungen lindern, Keime töten, Spannungen entkrampfen, Falten glätten, die Haut straffen, die Zellerneuerung anregen und das Hautbild harmonisieren. Je farbintensiver eine Rose ist, desto mehr Polyphenole besitzt sie, weiß man bei Sisley. In der „Masque Crème à la Rose Noire“ der fran- zösischen Luxusmarke hat man deshalb den Extrakt der schwarzen Baccara-Rose eingearbeitet.
In der Naturkosmetik setzt man ohnehin auf hochwirksame Naturmoleküle, die biotechnologisch kaum nachzubauen sind. Hier geht es meist darum, die Pflanzen in ihrer komplexen Wirkweise und Ganzheit zu nutzen. Das geschieht beispielsweise durch Destillation oder Extraktion. Bei einigen Herstellern sind Anbau und Verarbeitung der Pflanzen äußerst aufwendig. Bei Weleda in der Schweiz wird beispiels- weise nach den Grundsätzen der Anthroposophie produziert. So fließt in deren Naturkosmetik das Wissen um die Verwandtschaft der Vorgänge im Menschen, in Pflanzen und der ganzen Natur mit ein. Auch das harmonische Zusammenwirken aller Inhaltsstoffe muss erfasst werden. In reiner Biokosmetik dürfen außerdem keine Parafine, synthetisch hergestellten Farb-, Duft- oder Konservierungsstoffe ent- halten sein. Um Wasser – Hauptbestandteil vieler Cremes – ohne Chemiezusatz keimfrei zu halten, werden stattdessen häufig Pflanzendestillate verwendet.
MADAME BEAUTY: WEITERE THEMEN ZU SCHÖNHEIT, ANTI-AGING & WELLNESS
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BLÜTEN-ZAUBER
Auf der Suche nach optimalen Pflege- und Anti-Aging-Substanzen beschäftigen sich die Forscher und Entwickler der Kosmetikindustrie immer intensiver mit der Flora unseres Globus.
Dabei haben sie verschiedene Gegner im Visier, in erster Linie freie Radikale, die eine der Hauptursachen für die Hautalterung sind.
Neben Vitaminen wie A, C und E kommen immer häufiger auch Wirkstoffe zum Einsatz, die Blüten zur Abwehr von Schädlingen und Krankheiten bilden. Pflanzen haben nämlich ihr eigenes, komplexes und sehr differenziertes Schutzsystem gegen zellzerstörende Einflüsse aus der Umwelt.
Gegenüber Vitaminen haben die Blütenwirkstoffe den Vorteil, dass sie nicht so leicht zerfallen und sowohl wasser- als auch fettlöslich sind. Und schließlich sind Blütenaromen aus den Akkorden wertvoller Parfums nicht wegzudenken.