BEAUTY | Trend

Sonnenklar!

Endlich Sommer in Sicht. Da möchte man die positive Kraft der Sonne nutzen –
ganz ohne schädliche Nebenwirkungen. Wir geben Antworten auf die wichtigsten Fragen
rund ums Thema Safer Sun


Foto: SØlve SundsbØ für Art + Commerce

Schützen Selbstbräuner die Haut auch vor UV-Strahlung?

Definitiv nein. Der Urlaubsteint aus der Tube funktioniert nach folgendem Prinzip: Die zuckerähnliche Verbindung Dihydroxyaceton dringt in die oberste Hautschicht und reagiert dort mit den Proteinen. Das Ergebnis: Die Haut verfärbt sich leicht golden. Mit echter Sonnenbräune hat das jedoch nichts zu tun, da Selbstbräuner die Bildung des Hautfarbstoffes Melanin nicht unterstützen. Inzwischen gibt es aber auch Bronzing-Produkte mit integriertem Sonnenschutz. Leider ist dieser meist sehr niedrig und für längeres Sonnenbaden ungeeignet.

Wie lange hält der Sonnenschutz?

Durch Sand, Schweiß oder Wasser können im Sonnenschutzfilm Lücken entstehen. Wer deshalb zu einem wasserfesten Produkt greift, schützt sich zwar beim Baden ausreichend vor reflektie- renden Strahlen, doch beim Abtrocknen kann auch dieser Schutz seine Wirkung verlieren. Daher gilt: regelmäßig nachcremen! Am besten alle zwei bis drei Stunden und speziell nach dem Baden und Abtrocknen. Viele neue Sonnenschutzprodukte enthalten im Übrigen Lichtschutzfilter, die bereits sofort nach dem Auftragen wirksam sind (z.B. „Pflegende Sonnenmilch LSF 30“ von Nivea).


Was kann man bei leichtem Sonnenbrand tun?

Erste Hilfe bei einem leichten Sonnenbrand bietet Acetylsalicylsäure aus der Apotheke. „Einfach 1000 mg in Wasser auflösen. Der Wirkstoff bremst den Entzündungskreislauf und lindert den Schmerz“, erklärt die Münchner Hautärztin Dr. Patricia Ogilvie. Um auch die langfristigen Schäden
im Erbgut zu reparieren, sollten Produkte mit Photolyase verwendet werden (z.B. „Aktiv Pflege Fluid Après“ von Ladival). Das Enzym der Blaualge regeneriert von UVB-Strahlen geschädigte Zellen
und unterstützt zudem das hauteigene Abwehrsystem.


Wie viel Sonnenschutz brauche ich?

Beim Cremen gilt: Seien Sie verschwenderisch! In zahlreichen Anwendungstests der Sonnenschutz-Anbieter konnte festgestellt werden, dass die meisten Verbraucher zu sparsam mit Sonnen- produkten umgehen und dadurch trotz hohem LSF Sonnenbrand und Zellschäden riskieren. Nur
wer richtig und ausreichend cremt, erreicht auch den auf der Packung angegebenen Lichtschutz- faktor. Hautärzte empfehlen zwei Milligramm Produkt pro Quadratzentimeter Haut. Das entspricht etwa einem gehäuften Teelöffel für das Gesicht und einer ganzen Handvoll für den Körper. Außerdem muss alle zwei Stunden nachgecremt werden.


Kann man auch durch die geschlossene Fensterscheibe braun werden?

Ein erheblicher Teil der UV-Strahlung wird durch Glas abgeblockt. UVA-Strahlen können die
Scheibe allerdings durchdringen. Sie sind dann zwar nicht mehr so stark, regen aber dennoch
die Melaninproduktion der Haut an. Also auch bei längeren Autofahrten oder im Büro mit Sonnen- platz immer Lichtschutz verwenden.


Wird man auch im Schatten braun?

Im Schatten bräunt man zwar langsamer, dafür aber viel gleichmäßiger und vor allem gesünder:
Die Haut kann ihren eigenen Schutzmechanismus entwickeln. Die Hornschicht der Oberhaut ver- dickt sich innerhalb einiger Tage und bietet tieferen Hautschichten dadurch Schutz vor UV-Schäden. Sorgfältiges Eincremen ist trotzdem Pflicht.



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