BEAUTY | Anti-Aging

Sanfte Sonnenküsse

Brutzelbrezelbraun ist out. Blass auch. Den schönsten Sommerteint bekommt man nur, wenn man sich richtig schützt – in der Stadt, den Bergen, am Beach

RICHTIG BRÄUNEN

Nach den langen dunklen Wintermonaten sind wir so richtig sonnenhungrig, wollen jede Minute open air genießen, vor allem im Urlaub. Kein Problem, wenn man einige Regeln beachtet. Ganz wichtig ist z.B., wo man die herrliche Sommerzeit verbringt. Es ist durchaus ein Unterschied, ob man beim Macchiato im schicken Café in der Stadt die Nase in die Sonne hält, beim Wandern in den Bergen oder beim Relaxen am Beach. Wobei eines immer gilt: Auch mit UV-Schutz nicht mehr als 50 Sonnenbäder im Jahr und nie mehr als zwei bis drei Stunden am Tag! Bräunen ohne Reue – dafür sorgen intelligente Produkte und Tipps von Experten.


Foto: PR

Sun and the City
Beim sommerlichen Stadtbummel braucht die Haut nicht nur Schutz vor UVA- und UVB-Strahlen. Laut Dr. Olivier Doucet, Vice President der Abteilung Forschung und Entwicklung bei Lancaster, können auch Infrarotstrahlen die Zellen angreifen: „Wegen ihrer Wellenlänge dringen sie bis in die tiefsten Schichten der Haut und können dort DNA-Schädigungen hervorrufen, was die Hautalterung beschleunigt.“ Ganz neu auf dem Markt sind deshalb Produkte, die Infrarotstrahlen neutralisieren können (z.B. „Sun Beauty“ von Lancaster). Im Gegensatz zum Urlaub am Beach oder in den Bergen leidet die Haut in der Stadt zusätzlich durch Umweltverschmutzung. Da helfen Cremes, die beispiels- weise mit Polysacchariden einen Schutzfilm für die Hautoberfläche bilden (z.B. „Défense Active“ von Dr. Pierre Ricaud). Beim Städtetrip sind die sogenannten Sonnenterrassen, wie Nase, Ohren, Schläfen oder Schultern, permanent dem UV-Licht ausgesetzt. „Gerade diese Bereiche werden oft extrem vernachlässigt“, so Dr. Claas Ulrich, Oberarzt im Hauttumorzentrum der Berliner Charité. „Cremen Sie deshalb lieber nach dem Motto: Viel hilft viel. Nur so ist der UV-Schutz, den ein Produkt verspricht, auch garantiert.“ Aktuellen Studien zufolge werden Sonnenprodukte immer noch viel zu sparsam angewendet. Durch die Reduktion der Menge nimmt die Wirksamkeit exponentiell ab und der Schutz ist um ein Vielfaches geringer. Experten empfehlen sechs Esslöffel Sonnenschutzmittel für den ganzen Körper.

Der Sonne ganz nah
Wer sich für einen Urlaub in luftigen Höhen entscheidet, muss sich bewusst machen, dass in den Bergen die Gefahr durch die Sonne am größten ist. Denn mit jedem Höhenmeter wird auch die schützende Luftschicht in der Atmosphäre dünner, die die UV-Strahlen aus dem Sonnenlicht herausfiltert. Vereinfacht kann man sagen, dass pro 100 Höhenmeter die Strahlung um rund 20 Prozent zunimmt. Bei Bergtouren ist ein Lichtschutzfaktor von 30 das absolute Minimum. Zum besseren Verständnis wird mittlerweile auf den Verpackungen neben dem Lichtschutzfaktor noch eine der vier zugeordneten Schutzklassen angegeben (niedrig, mittel, hoch, sehr hoch). Eine weitere wichtige Maßnahme ist die richtige Sonnenbrille. Ein immer noch weit verbreiteter Irrtum: Je dunkler eine Sonnenbrille, desto besser ist der Schutz vor UV-Strahlen. Weder der Grad der Tönung noch die Glasfarbe schützen die Augen, sondern nur ein separat eingebauter UV-Filter. Den gibt es von 0 bis 4, für die Berge empfiehlt sich Kategorie 3.

Strandschönheit
Endlich am Beach! Im Sand liegen, lesen, schwimmen und ganz relaxt die schönen Stunden ge- nießen. Doch leider ist die Sonne am Strand doppelt gefährlich, weil die UV-Strahlen von Wasser und Sand reflektiert und verstärkt werden. Sogar einen halben Meter unter Wasser liegt die UV-Intensität noch bei 40 Prozent. Deshalb ist hier ein ausgiebiges Pflegeritual besonders wichtig: Zwanzig Minuten vor dem ersten Sonnenbad eincremen und dann alle zwei Stunden wiederholen. Das frischt nicht nur den UV-Schutz auf, sondern ist jedes Mal ein Feuchtigkeitsspender und Radi- kalenfänger. Auch beim Spaziergang am Strand den Sonnenschutz nicht vergessen: Das dünne Strandkleid schützt nämlich nicht ausreichend vor Sonne. Als Faustregel gilt: Je deutlicher die Körperkonturen durch den Stoff sichtbar sind, desto mehr UV-Strahlen treffen auf die Haut. Baum- wolle etwa hält bis zu 70 Prozent der UV-Strahlen ab, Seide oder Jersey höchstens 20 Prozent. Nasse Stoffe schützen noch weniger. Also immer auch unter der Kleidung Sonnencreme auftragen. Besonders geeignet sind Sonnenöle, die schnell einziehen und auf der Haut keine Rückstände hinterlassen. Wer zu Sonnenallergie neigt, sollte Sonnenschutz ohne Duftstoffe und Parabene benutzen (z.B. „Anthelios“ von La Roche-Posay). Ein äußerst praktischer Reminder in Sachen Nachcremen oder für den Rückzug in den Schatten ist das neue UV-Armband von Bioderma. Strahlt das Band zu Anfang der Sonnenexposition noch in einem intensiven Purpur, wird es nach und nach immer blasser und signalisiert so, dass der Schutz erneuert werden muss. Färbt sich das Band hellgelb, wird es Zeit, den Sonnenplatz zu verlassen.

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