Margarita Broich im Interview

Bei Miso-Suppe und Mango-Chicken-Salat spricht die Schauspielerin mit Petra Winter über ihre neue Rolle als "Tatort“-Kommissarin, über ihre Liebe zu Heiner Müller und Martin Wuttke und über die Ärgernisse des Älterwerdens.

Margarita Broich

MADAME-Chefredakteurin Petra Winter traf die Schauspielerin Margarita Broich in Frankfurt

Von meinem Tisch aus winke ich ihr zu, als Margarita Broich das japanische Lokal "Moriki“ im Frankfurter Westend betritt. Sie steht am Eingang, schwarzer langer Rock, schwarze Jacke, und blickt sich suchend um. Dann rauscht sie an den Anzug tragenden Bankern vorbei an unseren Tisch, die zu einem lockeren Zopf gebundenen Locken wippen, die leuchtend grünen Augen lachen. 
Petra Winter im Interview mit Margarita Broich
Die Begrüßung ist herzlich, sie umfasst mit beiden Händen meine. Selbst wenn ihre Lippen während des folgenden Mittagessens nachdenkliche Sätze formulieren oder sie die Teetasse zum Mund führt, ihre Augen behalten dieses gut gelaunte Strahlen. Gerade dreht die Wahlberlinerin hier in Frankfurt ihren dritten "Tatort“. Der erste mit ihr in der Rolle als Kommissarin Anna Janneke wurde im Mai ausgestrahlt. In dieser Stadt, in einem Fahrstuhl im Schauspielhaus, lernte sie Ende der 1980er-Jahre ihren Mann Martin Wuttke, ebenfalls "Tatort“-Kommissar, kennen. Er nahm gerade seinen Abschied aus der Krimieihe. "Somit schließt sich der Kreis“, lächelt sie. "Er hat damals in Frankfurt den Hamlet gespielt, nachdem er für einen kranken Kollegen eingesprungen war, und das bravourös gemeistert.“ Wüste Zeiten seien das gewesen. Sie erinnert sich an Proben zum "Faust“, als alle mal eineinhalb Stunden hätten nackt auftreten müssen. "Ich komme aus einem katholischen Elternhaus. Das war ganz schön heftig. Im Nachhinein weiß ich aber, was ich daran hatte.“

Als wir schon tief ins Gespräch versunken sind, nähert sich der Kellner vorsichtig und fragt nach unseren Wünschen. Nach einem kurzen Blick in die Mittagskarte bestellen wir beide den Mango-Chicken-Salat, vorweg eine Miso-Suppe, dazu Wasser. Margarita Broich ist seit 35 Jahren im Geschäft. Studiert hat sie zunächst Fotodesign an der Fachhochschule Dortmund. "Dann habe ich Lust gehabt, was anderes zu machen“, erzählt sie. "Ich habe in Bochum angerufen – damals inszenierte Claus Peymann dort – und gefragt, was ich dort tun könnte. Ich hatte ja keine Ahnung, wusste nicht einmal, wer Herr Peymann ist. Man fragte mich, was ich gelernt hätte.“ Obwohl sie eigentlich von der Fotografe weg wollte, fügte es sich, dass gerade die Stelle des Bühnenfotografen frei geworden war. "Also bin ich mit meiner Mappe dahin und wurde angenommen. In meiner Erinnerung habe ich in dieser Zeit kaum geschlafen, tagsüber habe ich die Proben fotografiert, abends und nachts war ich in der Dunkelkammer. Das war eine lehrreiche Zeit. Ja, und dann habe ich mich in die Vorgänge auf der Bühne verliebt.“
Mir fällt oft auf, dass Frauen schneller zu einem Ergebnis kommen als Männer.
Margarita Broich

Neben ihren Teaterrollen in Frankfurt und dann an fast allen großen Bühnen Berlins hat sie auch immer Kino- und Fernsehfilme gedreht. Krimi-Erfahrung sammelt sie seit Anfang der Neunziger in Gastrollen im "Tatort“, "Bella Block“, "Polizeiruf 110“. Man kennt sie aus Nebenrollen in "Fack ju Göhte“, "Der Vorleser“ und Oskar Roehlers "Quellen des Lebens“. Die Fotografie hat sie nie ganz aufgegeben. Regelmäßig stellt sie Porträts, die sie von Kollegen hinter den Kulissen macht, aus.

Die Miso-Suppe wird in kleinen Schalen mit Deckel serviert – mit Stäbchen. Wir entscheiden uns, zu schlürfen. Das Restaurant ist gut besucht, das Stimmengewirr trubelig. Wir kommen auf den Trubel um die Neubesetzung der Intendanz der Volksbühne mit Chris Dercon zu sprechen. Claus Peymann hatte in der "Zeit“ kräftig ausgeteilt gegen diese Entscheidung, hatte seine Bedenken formuliert, aus der Volksbühne werde der theater-unerfahrene Dercon ein leichtgewichtiges Event-Haus machen. Wie steht Margarita Broich dazu, die von 1991 bis 2002 festes Mitglied des Berliner Ensembles war und auch jetzt noch eng verbunden ist mit der Berliner Theaterwelt? "Wovor man Angst hat, ist, dass dieses Welt-Ensemble der Volksbühne zerschlagen wird. Was da an Erfahrung und Expertise angesammelt ist, ist in Deutschland einzigartig, das ist eine punkige Hochkultur mit lauter Verrückten. Die Arbeitsweise ist dort so dramatisch, dass ich da gar nicht arbeiten könnte“, sagt sie. Sie weiß das von ihrem Mann Martin Wuttke, der oft am Morgen eines Premierenabends noch dasitze mit seitenweise neu geschriebenen Texten zum Auswendiglernen. 

"Alles ist sehr spontan, sehr nah. Es wäre schade, wenn das verloren ginge, aber es geht ja alles mal darnieder“, lacht sie und klatscht in die Hände. Zwei "Tatort“-Kommissare in einer Familie: Gab es eine familieninterne Schulung? "Nein, aber ich kann jetzt den Trennungsschmerz von der Familie gut nachvollziehen, den Martin auch oft hatte, bevor er zweimal im Jahr für fünf Wochen nach Leipzig musste.“ Margarita Broich und ihr Kollege Wolfram Koch sind die Nachfolger des Kommissar-Duos Nina Kunzendorf und Joachim Krol. "Ich habe mir die 'Tatorte‘ der beiden angeschaut und wurde immer kleiner auf dem Sofa. Das ist schon eine hohe Latte.“ Die Nachbesetzung sei denkbar unspektakulär verlaufen, erzählt die Schauspielerin. Ein Kollege hätte sie angerufen und gefragt, ob er ihren Namen fallen lassen solle. "Ich habe mit nichts gerechnet, wurde dann aber eingeladen in den Hessischen Rundfunk. Wir haben zusammen in der Kantine Würstchen gegessen und zwei Tage später hatte ich die Rolle.“ Herrlich, wie offen sie das Casting für den heiligen Gral des deutschen Fernsehens schildert. Sie schiebt aber noch ein, dass das Komplikationslose wohl darauf zurückzuführen sei, dass die Hauptverantwortliche eine Frau war. 
Lunch mit ... Ulrich Tukur
Lunch mit ... Ulrich Tukur

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"Mir ist schon öfter aufgefallen, dass Frauen – gerade jetzt drehe ich mit Regisseurin Hermine Huntgeburth – schneller zu einem Ergebnis kommen als Männer.“ Die würden oft denken, dass hinter der Litfaßsäule noch etwas Tolleres stehe. Frauen hätten ihrer Karriere oft die wichtigen Impulse gegeben. Auch die Wahl ihres Lieblingskommissars im "Tatort“ fällt auf eine Frau: Adele Neuhauser, die in Wien ermittelt. Mit einigen anderen Kommissaren verbindet sie Freundschaft. "Meret Becker kenne ich, seit sie zehn ist, Dietmar Bär ist mein Nachbar in Berlin, und Klaus J. Behrendt kenne ich noch aus Ruhrgebietszeiten.“ Der erste "Tatort“, an den sich Margarita Broich als Zuschauerin erinnert, ist "Reifezeugnis“ von 1977 mit Nastassja Kinski. "Man wird ein bisschen wehleidig, weil es solche Drehbücher nicht mehr gibt, diese Langsamkeit, diese Einfachheit des Plots. Heute ist die Story manchmal so verwirrend, dass man gar nicht mehr mitkommt.“ "Keep it normal“ ist vielleicht auch deswegen die Charakterbeschreibung ihrer Figur und der ihres Partners Wolfram Koch.

Beide sind das Kontrastprogramm zu so extremen Charakter-Entwürfen wie der Grenzgängerin Nina Rubin alias Meret Becker aus dem Berliner "Tatort“ oder dem Narzissten Professor Boerne alias Jan Josef Liefers aus Münster: Die Figuren sind nicht knallig oder überzogen, sondern bewusst normal. "Dadurch können sie sich gut entwickeln.“ Als Schauspielerin mag Margarita Broich den Satz nicht: "Das macht die Figur nicht.“ "Ich bin in meiner Rolle wie ein Magnet, wo die Dinge dann so haften bleiben. Bei Wolfram und mir gibt es keine Fallhöhe zwischen den Kommissaren, kein guter und böser Cop, kein gut gelaunter und schlecht gelaunter. Und ich bin auch nicht zehn Jahre jünger als mein Partner.“ Vom Spielen her sei jede Hure auf der Straße, jeder Psychopath, jede verrückte Hausfrau natürlich saftiger, schränkt sie noch ein bisschen ein. Aber sie vertraue da der Redaktion. Der seit 45 Jahren andauernde Erfolg des "Tatorts“ – wie deutet Margarita Broich ihn? "Vielleicht, weil wir in diesem Land nicht wissen, wie gut es uns eigentlich geht?“ Der "Tatort“ – eine heilige Kuh, davor kann man schon Angst bekommen. 

Als sie letztens in der Reinigung gewesen sei, erzählt sie, habe die Reinigungsfrau dort dermaßen über den letzten "Tatort“ geschimpft, dass man hätte glauben können, man hätte ihr persönlich Unrecht getan. "Natürlich ist man als Schauspieler immer einer Kritik ausgesetzt, aber in dem Maße? Darauf könnte ich schon verzichten.“ Sorgen muss man sich nicht um das seelische Gleichgewicht dieser lebensklugen, aber so gar nicht abgeklärten Frau. Ihr Freundeskreis – und sie klopft dreimal auf Holz – sei relativ altertümlich und stabil. "Ich finde es gut, dass es noch einzelne Freunde gibt, die meine Eltern kannten.“ Wie Susan Todd, die die Raummodelle, so eine Art Puppenstube, für Margarita Broichs Foto-Ausstellungen baut, damit sie im Vorfeld verschiedene Hängungen ausprobieren kann. Oder Bettina Hering, die sie noch aus ihrer Frankfurter Zeit kennt und die jetzt Theaterchefin in Salzburg wird: "Ich bin die Patentante eines ihrer Kinder.“ Broichs eigene Söhne sind 23 und 14 Jahre alt. Dazu kommt ein "Beutekind“, ein dritter Sohn, 26 Jahre alt, den Martin Wuttke in die Ehe einbrachte. Wenn sie wie jetzt fünf Wochen in Frankfurt für den "Tatort“ dreht, kommt immer eine ihrer Freundinnen zu ihr nach Hause, um den Jüngsten zu beaufsichtigen.
Heiner Müller hat mich damals in einer WG in Berlin 'abgegeben‘. Seitdem wohne ich dort.
Margarita Broich

Schon längst wurde die Suppe abgeräumt und der Salat aufgetragen. Vor lauter Erzählen pickt Margarita Broich nur mit ihren Stäbchen in dem Mango-Salat, wird sich später dafür entschuldigen, dass sie gerade mal die Hälfte gegessen hat. Seit ungefähr 30 Jahren wohnt die Schauspielerin nun in Berlin-Wilmersdorf. Durch ihre Söhne erlebt sie die hippe Seite der Stadt: "Einer arbeitet im Club 'Kater Blau‘. Ich habe ihn da mal besucht, morgens um zehn Uhr. Da hatte ich das Gefühl, die holen gleich das Sauerstoffgerät für mich raus, weil ich mit Abstand die Älteste war.“ Warum sie immer im gutbürgerlichen Wilmersdorf geblieben ist? "Da hat mich Heiner Müller damals abgegeben“, sagt sie und lacht schallend. "Es gab dort eine WG vom Merve Verlag mit vielen Zimmern in einer schönen Berliner Altbauwohnung. Heiner durfte ja nicht allzu oft nach Westberlin, aber er hat dort auch Stücke geschrieben. Ja, und dann habe ich später selber angefangen, Kinder zu kriegen, um die Wohnung wieder zu bevölkern.“

Der berühmte Heiner Müller! Der ostdeutsche Dramatiker, Regisseur und Intendant und die blutjunge westdeutsche Schauspielerin waren damals ein auffälliges Paar. Der Altersunterschied betrug 30 Jahre. Als sie sich kennen lernten, erzählt Margarita Broich, und sie bemerkte, dass sie für ihn auch als Frau interessant war, fand sie das erst mal irritierend. "Aber wenn man sich verliebt, ist ja eh alles anders, weil man dann vieles nicht mehr sieht.“ Sie beschreibt ihn als extrem liebenswert und lustig. "Natürlich war das eine tolle Zeit, weil ich Sachen erleben durfte, die ich mir selber nicht verdient hatte. Wenn ich nicht mit ihm zusammen gewesen wäre, wäre ich sicherlich nicht zu einem Dinner beim Bundespräsidenten eingeladen gewesen. Heute kommt es mir schon fast merkwürdig vor, dass wir diese gemeinsame Zeit hatten, weil sie in einem anderen Land stattgefunden hat, das sich aufgelöst hat.“
Bibiana Beglau im Interview
Bibiana Beglau im Interview

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Für ihre streng katholischen Eltern war die Liaison ein harter Schlag. Doch ihr Vater verlor seinen Humor nicht. Beim ersten Treffen habe er Müller mit dem Satz begrüßt: "Komm’ Se mal rein, junger Mann!“ Ungerührt fasst sie zusammen, wie da zwei Welten aufeinanderprallten: "Heiner war uralt und mit 1,69 Meter sehr klein. Mein Vater überragte ihn um mehr als 20 Zentimeter, meine Mutter um zehn. Dann war er noch Kommunist – und er hatte noch nicht mal Geld. Schlimmer konnte es nicht kommen. Als Heiner starb, habe ich jedoch gemerkt, wie gern sie ihn hatten, wie sehr sie ihn ins Herz geschlossen hatten.“ Ihre Zeit mit Müller erinnert an verblasste Spionagefilme: die Ein- und Ausreisen von West- nach Ostberlin, die ewig langen Taxifahrten auf der ergrauten Karl-Marx-Allee. 

Sie habe die Farblosigkeit sogar manchmal als sehr angenehm empfunden – wie Kleider aus der Jahrhundertwende. Westberlin dagegen, mit all den bunten Reklamen, sei ihr sehr plastikartig vorgekommen. Aus ihrer zweiseitigen Stasi-Akte hat sie später erfahren, dass das Hauptinteresse der Spitzel absurderweise ihrem Namen galt: „Ich heiße Margarita Teresa Klara Rosemarie. Meine Eltern nannten mich Mäxchen, Martin nennt mich Margarete, Heiner nannte mich Margit, aber eigentlich heiße ich Margarita. Darüber haben zehn Beamte bestimmt wochenlang nachgedacht.“ Ob es ihr nichts ausmache, dass ihr Mann sie Margarete nennt, frage ich. Sie lächelt und sagt, sie möge Margarete. Er habe wohl am Anfang ihrer Beziehung vor mehr als 25 Jahren ihren Namen falsch verstanden. "Margarita hört sich so nach Geigenschülerin an, so eine, zu der man sich nicht auf dem Schulhof stellt“, findet sie selbst.

Sie verabschiedet sich kurz zum Händewaschen. Ich bestelle einen Espresso macchiato und einen Jasmintee für Margarita Broich. Aufs Dessert verzichten wir. Als sie zurückkommt, reden wir über ihren Look. Aus TV-Interviews und von Fotos weiß man, dass sie das Haus selten ohne signifikant rote Lippen verlässt. Heute hat sie darauf verzichtet, weil sie am Nachmittag für eine Aufzeichnung noch professionell geschminkt wird. „Ich habe selbst zur Entbindung meiner Kinder roten Lippenstift getragen. Die sollten nicht einer blassen Maus ins Gesicht schauen“, lacht sie. Sind rote Lippen nicht anstrengend, weil sie ständig verrutschen können? "Das Geheimnis sind matte Lippenstifte, die verschmieren nicht so“, verrät sie. Sie kramt in ihrer Tasche und zeigt mir einen Lippenstift einer amerikanischen Marke, die man in Deutschland nicht bekommt. Dann entschuldigt sie sich, dass jetzt sie anfängt, mir Fragen zu stellen. Wie es sei, bei einer Modezeitschrift zu arbeiten, möchte sie wissen. Wir sprechen über den Reiz von Mode, die sich vermeintlich an der Oberfäche bewegt, aber sehr viel mit uns als Teil einer Gesellschaft und deren Themen zu tun hat. Wie zum Beispiel die Individualisierung dazu führt, dass es keine großen bestimmenden Trends mehr gibt. 
Selbst zur Entbindung meiner Kinder habe ich roten Lippenstift getragen.
Margarita Broich

Für Margarita Broich ist Mode ein Weg, sich in die jeweilige Zeit ihrer Rolle einzufühlen. Aber auch privat ist sie ein Thema. Sie schwärmt für Dries Van Noten – und für Velazquez, dessen Werke sie im Prado unheimlich beeindruckt haben, weil er die Details der damaligen Moden so genau und liebevoll malte, die Spitzen, die Knöpfe. Als "besinnungslos vor Begeisterung ob all der Schönheit“ beschreibt sie dieses Erlebnis. Am 3. Mai ist Margarita Broich 55 Jahre alt geworden. Eine Zäsur oder einfach nur eine Zahl? "Das mit dem Älterwerden ist einfach nur grausam, ich kann dem nichts abgewinnen“, schleudert sie heraus. "Besser geht’s mir dabei nicht, und wohlgefühlt habe ich mich mit mir schon immer.“ Richtig nervig fndet sie "diese Dinge“ am Hals, alles gehe so nach unten, dabei sei der Hals immer ihr schönster Hingucker gewesen. Vor Schönheits-OPs hat sie Angst: "Da denke ich immer, dass man dafür irgendwie bestraft wird.“ Besonders ärgerlich empfndet sie es, dass sie als Frau unsichtbar geworden sei. "Ich bin noch nie in ein Restaurant gekommen, und die Männer sind umgefallen. Aber mittlerweile komme ich rein und bin nur noch Luft. Alle essen weiter ...“ 

Diese oberflächlichen Flirts fehlen ihr, das findet sie gemein. Aber sie weiß, wie sie ihre gute Laune nicht verliert: "Da muss eine Art Selbstberauschung einsetzen.“ Befeuert wird der Rausch womöglich durch ihre neue Rolle im "Tatort“, dann, wenn ihr Millionen von Zuschauern in diese unvergesslich lebendigen grünen Augen schauen können.