Libido – 6 Fakten, die Sie über Ihre weibliche Lust wissen müssen

Sie kommt und geht, wie sie will: Die Rede ist von der Libido, dem sexuellen Verlangen der Frau. Was es mit ihr auf sich hat und warum es ganz normal ist, auch mal keine Lust zu haben.

Die weibliche Lust ist ein sensibles Terrain - gerade deshalb muss man sich mit ihr auseinandersetzen

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Die Libido ist ein sehr sensibles Thema, um das sich alle möglichen Mythen und pseudowissenschaftliche Weisheiten ranken, die oftmals einer Beziehung und den Betroffenen selber schaden können. Fakt ist: Das sexuelle Verlangen ist bei jeder Frau ganz unterschiedlich ausgeprägt. Ebenso kann es vorkommen, dass eine Frau mal ständig die Lust packt, sie andere Tage aber lieber alleine im Bett verbringen möchte. Diese Schwankungen sind völlig normal. Allerdings kann man der Lust – wenn man mag – ein wenig auf die Sprünge helfen, wenn man weiß, wie die geheimnisvolle psychische Energie funktioniert.
 
1. Mit dem Alter nimmt die Libido ab
Der Abschwung der Libido ist auf das Hormon Testosteron zurückzuführen. Mit zunehmendem Alter nimmt die Produktion dieses Hormons ab, so dass die Libido sinkt. Frauen erleben demnach zwischen 30 und 40 Jahren den Höhenpunkt der Libido, bei Männern ist das Maximum bereits Mitte 20 erreicht. Dennoch: Wissenschaftliche Studien belegen, dass auch wenn die Libido sinkt, die sexuelle Fantasie mit zunehmendem Alter steigt. Der Grund: Frau fühlt sich zunehmend wohler mit ihrem Partner und macht sich weniger Gedanken darüber, beim Sex mit dem Partner sexy auszusehen. Ein höheres Selbstbewusstsein führt dazu, dass man sich attraktiver fühlt – gibt es etwas Schöneres?
 
2. Alkohol hemmt die Lust 
Eines vorweg: Jeder Körper reagiert unterschiedlich auf Alkoholkonsum. Im Allgemeinen sagt man jedoch, dass mehr als zwei Gläser die weibliche Lust hemmen, da sich Alkohol negativ auf das Nervensystem auswirkt. Allerdings kann ein Glas Wein ebenso die Lust auf Sex steigern, weil Alkohol sozial enthemmend wirkt. Schüchternheit oder Unsicherheiten nehmen ab – und damit auch gesellschaftliche Blockaden der Libido.
 
Wenn man weiß wie, kann man die eigene Libido durchaus fördern

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3. Yoga und Meditation können die weibliche Lust steigern
Yoga hat eine entspannende Wirkung. Indem man sich auf eine tiefere Atmung konzentriert, kann besserer Blutfluss in die Organe in der Nähe der Beckenmuskulatur gefördert werden, auf die man sich beim Yoga ohnehin konzentrieren muss. Eine optimale Pose hierfür ist die Cobra: Legen Sie sich auf den Bauch und strecken Sie sich mit Ihren Händen abgestützt nach oben zum Himmel entgegen.

Weitere Yoga-Übungen haben wir hier für Sie.
 
4. Stress senkt die Libido
Stress führt zum erhöhten Cortisol-Gehalt im Körper und senkt die Libido. Nun ist es leichter gesagt als getan, dass man sich ablenken oder Stress-Ursachen eliminieren soll. Ein Schritt in die richtige Richtung ist es auf jeden Fall, die Gründe für akuten und latenten Stress zu identifizieren und an ihnen zu arbeiten.

 
5. Die Pille kann die Libido stark schwächen
Die Anti-Baby-Pille ist ein stark umstrittenes Produkt: Neben einigen großen Nebenwirkungen wie Hautveränderungen, Gewichtszunahme und Risiken für die mentale Gesundheit kann sie auch den Testosteron-Blutspiegel absenken. Das in der Pille enthaltende Östrogen bildet in der Leber SHBG (Sexual Hormon Binding Globuline), das Testosteron bindet und somit die Libido sinkt. Pharmakonzerne werben mit neuen, niedrig dosierten Präparaten, die eine ungewollte Schwangerschaft verhindern, aber dennoch den Libido-Haushalt im Gleichgewicht halten. Aufgrund der großen Produktpalette der Anti-Baby-Pille lohnt es sich, das Thema bei der Frauenärztin anzusprechen, wenn Sie die Pille einnehmen und über einen längeren Zeitraum keine Lust verspüren.

6. Nahrungsmittel als Aphrodisiaka
Mehr Lust durch Essen: Aphrodisiaka wurden quer durch alle Kulturen als Libido-Booster genutzt. Gewisse Nahrungsmittel können die Blutzirkulation anregen und somit die Libido fördern, eine luststeigernde Wirkung an sich konnte jedoch bisher keiner Speise nachgewiesen werden. Wie oben bereits erwähnt hilft Rotwein, die sexuelle Lust anzutreiben, da der Traubensaft sogenannte Polyphenole enthält. Das sind Antioxidantien, die eine Erweiterung der Blutgefäße und somit eine stärkere Durchblutung des Körpers bewirken. Ebenso wird Lakritze empfohlen: Eine Studie aus Chicago zeigte auf, dass der Geruch von Lakritz-Bonbons und Gurke den vaginalen Blutfluss um 13 Prozent erhöhen kann. Grund dafür sind östrogenartige Inhaltsstoffe der Süßholzwurzel.
Auch Granatäpfel werden für einen wahren Testosteron-Booster gehalten.
Aphrodisiaka-Rezept: Mandeln in Honig
Mandeln mit Honig sind nicht nur lecker, sondern ein wahrer Libido-Booster

Mandeln mit Honig sind nicht nur lecker, sondern ein wahrer Libido-Booster

Es heißt ja nicht umsonst "Honeymoon" ... Süßer Honig enthält das chemische Element Bor, dass das Hormon Testosteron - sowohl bei Frauen als auch bei Männern - steigern kann. Hierfür eignen sich zum Beispiel Mandeln in einem Mantel aus Honig. Sie lassen sich schnell selber zubereiten und enthalten neben ihrer lust-steigernden Wirkung außerdem wichtige Proteine und Ballaststoffe.

Zutaten
100 g   Mandel(n), gemahlen
100 g   Honig
250 g   Butter
1/4 TL   Zimt
1/4 TL   Kardamom

Zubereitung
Die gemahlenen Mandeln in einer Pfanne rösten. Zimmerwarme Butter mit den anderen Zutaten mixen und über die Mandeln gießen. In kleine Gläschen füllen,2 Tage ruhen lassen und dann mit dem Partner auf der Couch genießen - oder im Bett.

Libido und der Druck der Medien In einer Welt, in der freier Zugang zu jeglichen pornografischen Inhalten herrscht, unzählige Werbeformate die sexuelle Lust der Frau als unabdingbar darstellen und ein Wunschdenken zu sexueller Befriedigung in der Gesellschaft Überhand nimmt ist es schwer, sich dem sozialen Erfolgsdruck zu entziehen. Die mediale Darstellung der "stets lustvollen Frau von heute" trifft keinesfalls die Realität. Es ist folglich nicht verwunderlich, dass die Libido abnimmt und teilweise auch über Monate nicht zurückkommt. Es gibt Tage, an denen hat man einfach keine Lust auf Sex, ist müde von der Arbeit und möchte seine Ruhe haben. Sex soll schließlich Spaß machen und das bedeutet auch, sich nach individueller Lust und Laune mit dem Partner zu vergnügen - ganz ohne Leistungsdruck.