Süchtig-machende Lebensmittel: So besiegt man das Verlangen nach Pizza & Co

Pizza, Chips und Co. erfüllen einen mit großer Befriedigung sodass es schwer fällt, ihnen zu widerstehen. Wir verraten Ihnen, wie Sie den Hinweis „Wiederverschließbar“ auf der Schokoladenverpackung tatsächlich in Gebrauch nehmen können.

Fette machen hungrig - das bestätigen weltweite Untersuchungen

Fette machen hungrig - das bestätigen weltweite Untersuchungen

Die Taktik der Lebensmittelindustrie Wissenschaftler sprechen von "hedonistischer Hyperphagie", wenn man eigentlich schon satt ist und trotzdem immer weiter Kalorien zu sich nimmt.
Verspüren Sie auch wieder den Appetit nach Schokolade oder der leckeren Pizza Margherita beim Italiener um die Ecke? Dass man nach einer handvoll Chips nicht mehr aufhören kann ist kein Zufall, sondern reine Taktik: Raffiniert zusammengesetzte Kohlenhydrate wie Fette, Weizenmehl und Zucker sind der Grund für ein endloses Verlangen nach noch mehr Essen. Sie transportieren eine große Menge Blutzucker in Richtung Gehirn, sodass ein „Ich-will-noch-mehr-Signal“ ausgesendet wird. Doch es gibt ein paar Mittel. wie man das suchtähnliche Verhalten besiegen kann.
Pizza Auf Platz 1 der süchtig-machenden Lebensmittel liegt das Produkt Fertigpizza. Der Grund ist der meist fertig verarbeitete und fettige Käse: Die darin enthaltenen Casomorphine werden während der Verdauung freigesetzt und übermitteln dem Gehirn Glücksgefühle. Diese wiederum werden durch den hohen Fettgehalt zusätzlich verstärkt, weil Fett ähnlich wie Drogen ein Suchtverhalten auslöst.
 
Die Alternative ist, Pizza aus gesunden und frischen Zutaten selbst zuzubereiten und auf wenig Käse mit einem geringem Fettanteil zu setzen. Anstatt auf herkömmlichen Pizzaboden, kann man einen Mix aus Süßkartoffeln oder Blumenkohl verwenden.
Versuchen Sie es doch mal mit dieser gesunden und leckeren Detox-Pizza.
Schokolade
Chia Energy Bar mit Cranberries und Schokolade
No-Bake Chia Energy Bars

Köstliche Kraftpakete: Selbstgemachte Energieriegel mit Superfoods und Schokolade

Ein Leben ohne Schokolade? Für viele unvorstellbar, gilt sie doch als Seelentröster und Glücklichmacher. Milchschokolade ruft aufgrund Ihres hohen Fettgehalts ein größeres Verlangen in uns hervor als Schokolade mit 80% Kakao-Anteil - oder haben Sie davon schon mal eine ganze Tafel am Stück vernascht? Die Erklärung, warum Schokolade abhängig macht bezieht sich auf viele Aspekte wie den Zuckergehalt, das zartschmelzende Gefühl oder auf stimulierend wirkenden Substanzen Koffein, Tyramin und Phenylethylamin. Fakt ist: Schokolade macht per se nicht süchtig, wirkt aber ähnlich wie das Zuführen von Cannabis. Eine Studie zeigte, dass rund 40 Prozent der Frauen und 15 Prozent der Männer einen suchtähnlichen Heißhunger nach Schokolade haben. 
 
Die Lösung: Wie bereits erwähnt auf dunkle Schokolade setzen. Der bittere Geschmack ist lediglich gewöhnungsbedürftig.
Eis Schokolade und Vanille waren 2016 die Lieblings-Eissorten der Deutschen, rund 8 Liter Eis vernaschen sie im Jahr und es gibt weit mehr als 70 Eissorten. Doch die kühle Erfrischung hat einen großen Nachteil: Die Hauptbestandteile Sahne und gezuckerte Kondensmilch besitzen erhebliches Suchtpotential. Wissenschaftler vergleichen dieses Suchtverhalten mit dem illegaler Drogen, sodass bei regelmäßigem Konsum von Eis immer mehr benötigt wird, um den Dopamin-Spiegel wieder zu erhöhen und ein Belohnungs-Signal an das Gehirn gesendet wird.
 
Die Lösung ist, Eis lediglich in kleinen Portionen zu genießen oder auf die deutlich zuckerärmere Variante Frozen-Joghurt umzusteigen. Noch ein Insider-Trick: Kaufen Sie sich kein Eis für das Kühlregal. Wenn Sie ein großes Verlangen spüren, müssen Sie sich erst anziehen, ins Auto setzen und zum Supermarkt fahren – wir überlegen uns an dieser Stelle dreimal, ob sich der Aufwand wirklich lohnt. 
Im Sommer ein Muss: Erfrischendes Eis steht leider auch auf der Liste der abhängig-machenden Lebensmittel

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Chips
Salz schmeckt den Menschen von Natur aus gut - macht aber leider auch abhängig

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Zugegeben: Dass Chips auch auf diese Liste gehören, überrascht uns nicht. Wir persönlich kennen niemanden, der nur einmal in die Chipstüte greift. Die Leckereien enthalten sogenannte „leere Kalorien“, die Mixtur aus viel Salz, Kartoffeln und Fett sättigt uns nicht. Wissenschaftler fanden heraus, dass es einen Biomechanismus für Salz gibt, da der Mensch bereits zu Beginn der Evolution auf der Suche nach Salz war. Auch das Fett spielt hier eine große Rolle, da allein der Geschmack ausreicht, um die Produktion von Endocannabinoiden anzuregen, das ähnlich wie Marihuana wirkt.
 
Um aus dem Teufelskreis zu gelangen empfiehlt es sich, auf nicht-frittierte und salzarme Chips umzusteigen. Alternativ sind auch Gemüsechips in Ordnung. Sie enthalten zwar ebenso viel Salz, dafür weniger Fett.
French fries Mmmh, riecht es hier etwa gerade nach frisch frittierten Pommes? Schon allein der Geruch kann bei manch einem Hunger auslösen, hat man aber erstmal zugeschlagen dann fällt das Aufhören schwer. Schuld sind auch hier das zugeführte Fett sowie der Zucker.
Die Lösung: Süßkartoffel-Pommes enthalten deutlich weniger Zucker und sind somit viel gesünder. Sie lassen sich schnell selbst zubereiten und sind im Backofen nicht nur genauso lecker, sondern auch kalorienärmer als in der Fritteuse.
 
Muss man jetzt auf diese Lebensmittel verzichten? Wer einen gesunden Lebensstil pflegen mag dem ist zu raten, den Konsum fetthaltiger und fertig-verarbeiteter Lebensmittel zu minimieren. Es ist bewiesen, dass Fette (und in diesen Fällen meist extra zugeführte) aufgrund ihrer Zusammensetzung in Menschen ein suchtähnliches Verhalten auslösen, dessen Folge Gewichtszunahme und Entzugserscheinungen sein können. Es ist eine Frage der Gewohnheit, auf Fette, Zucker und Kohlenhydrate zu verzichten und diese Gewohnheit von einer Regel zu einer Ausnahme zu machen.