Isabell de Hillerin Herbst/Winter 2016/17

Die gebürtige Münchnerin präsentierte während der Fashion Week eine mysteriöse Kollektion im Stil des Film Noir. Im Interview erzählt Isabell de Hillerin von ihrem Engagement in Rumänien und ihren Must-Haves für den kommenden Sommer.

Isabell de Hillerin nach der Präsentation ihrer Fall-Winter-Kollektion 2016/17

Isabell de Hillerin nach der Präsentation ihrer Fall-Winter-Kollektion 2016/17


Inside Empire: Isabell de Hillerin F/W 2016
Für die Herbst-Winter-Saison 2016/17 beschwört Isabell de Hillerin mysteriöse Szenen im Stil des Film Noir. Mit gedeckten Edelsteinfarben und luxuriösen Materialien will die Designerin die Barriere zwischen Sein und Schein, Wirklichkeit und Wahrnehmung, Wunschdenken und Realität aufbrechen.

Als roten Faden spinnt die gebürtige Münchnerin immer wieder aufkommende Überraschungsmomente: Asymmetrische Schnitte, markante Details und verstecktes 'Layering’ durchbrechen die monochromen Looks und kritisieren gleichzeitig den Konformismus unserer Zeit. Die Inspiration aus Filmklassikern der Regisseur-Legende David Lynch werden in jedem Entwurf erlebbar. 
Isabell de Hillerin F/W 2016

Isabell de Hillerin F/W 2016


Isabel de Hillerin im Interview
MADAME.de: Seit 2009 verwenden Sie in jeder Ihrer Kollektionen traditionelle Handwerkstechniken aus Moldawien und Rumänien. Hat die Arbeit mit Ihnen das Leben der rumänischen Handwerkerinnen verändert?
 
Isabell de Hillerin: Die lange Zusammenarbeit mit den Weberinnen und Strickkünstlerinnen beeinflusst nicht nur meine Arbeit stark, es ist auch besonders toll zu sehen, wie es das dortige Interesse an den traditionellen Techniken wieder steigert und dem Handwerk eine moderne Note verleiht. Die Frauen haben ein eigenes Einkommen, es wurden Workshops für Kinder initiiert, die Medien berichten darüber und ein aussterbendes Handwerk wird so auf eine moderne Art am Leben erhalten. Da ich Rumänische Wurzeln habe freut mich das sehr. Viele der Arbeiten entstehen in abgelegenen Dörfern in denen es teils kein fließend Wasser gibt, jedoch können wir skurrilerweise dank Skype eng zusammenarbeiten.
 
 
Was können wir von dem Leben der Moldawier und Rumänen lernen?
 
Sowohl in Rumänien als auch in Moldawien wird der Gastfreundschaft ein extrem hoher Stellenwert gegeben. Ich wurde immer sehr herzlich empfangen. Vor allem aber inspiriert mich die Tatsache, dass man sich dort über die Dinge freut, die man hat und nicht über das ärgert, was man nicht hat.

Was haben Sie sich zuletzt gekauft?
 
Ein Paar spitz zulaufendende, schwarze Schürschuhe aus Leder von Lloyd. Passt immer, man ist aber nie overdressed.
Isabell de Hillerin F/W 2016

Isabell de Hillerin F/W 2016


Ohne welches Teil gehen Sie nicht aus dem Haus?
 
Ich habe immer meinen riesigen schwarzen Leder-Weekender dabei. Da passt einfach alles rein was ich täglich brauche. Seit es so kalt geworden ist, gehe ich auch fast nie ohne meinen Asche-farbenen Wollmantel mit schwarz abgesetzten Kragen aus dem Haus, eine schöne Spannung zwischen elegant und streng. 

 
Was sind die drei Teile, die wir im Frühjahr/Sommer 2016 auf jeden Fall im Schrank haben sollten?
 
Mein persönliches Must-have diesen Frühling ist ein leichter Seiden-Trenchcoat zum überwerfen (natürlich am besten mit handbesticktem Kragendetail). Auch finde ich einen weißen Blazer superlässig, z.B. zu Jeans und T-shirt. Was für mich diesen Sommer auch nicht fehlen darf, ist natürlich eine Culotte.