Was ist Gluten? Und was kann man bei einer Unverträglichkeit tun?

Weizenallergie, Zöliakie und Glutenunverträglichkeit: Manchmal bereitet uns das Essen sprichwörtlich Bauchschmerzen. Doch welche Symptome sind typisch? Und was darf man überhaupt noch essen? Wir geben Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um das Thema Gluten.

Gluten
Was ist Gluten? Gluten ist der aus dem Lateinischen stammende Fachbegriff für Kleberweiß, einen Mix aus Proteinen, der im Samen einiger Getreidesorten vorkommt und in zahlreichen Lebensmitteln unter anderem für Elastizität sorgt. Viele Menschen reagieren schon beim Verzehr geringster Mengen an Gluten empfindlich - bis sie den wahren Auslöser jedoch kennen, kann sich der Leidensweg ziemlich in die Länge ziehen.

Oftmals erfolgt eine Diagnose durch Zufall, und durch eine Ausschlussdiät können all jene Lebensmittel identifiziert werden, die Beschwerden verursachen. Die Bandbreite der Reaktionen auf Gluten ist dabei groß - genauso diejenige für Ersatzprodukte bei der Nahrungszubereitung. Übrigens ist eine Glutenunverträglichkeit nicht wie vielfach angenommen eine "Modekrankheit": Bereits im antiken Griechenland gab es Aufzeichnungen über Verdauungsbeschwerden, doch erst in den 50er-Jahren konnte endgültig nachgewiesen werden, dass diese mit dem Klebereiweiß aus Getreide und Co. zusammenhängen.

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Weizenallergie, Zöliakie und Gluten Sensitivity
Die genauen Hintergründe und Ursachen für eine Glutenunverträglichkeit sind zwar noch nicht endgültig erforscht. Dennoch vermuten Experten, dass diese hierzulande häufiger vorkommt als Zöliakie und darüber hinaus etwa 400.000 Menschen davon betroffen sind, ohne es überhaupt zu wissen. Oft werden die Begrifflichkeiten allerdings verwechselt, daher ist wichtig, zu wissen: Bei Zöliakie spricht man von einer dauerhaften Überreaktion des Immunsystems auf Gluten, die sich durch eine chronische Entzündung des Dünndarms manifestiert.

Eine Gluten Sensitivity ist eine nicht-allergische Funktionsstörung, die kurz oder mehrere Tage nach dem Verzehr glutenhaltiger Lebensmittel mit unterschiedlichen Beschwerdeformen auftritt. Eine Weizenallergie tritt in den meisten Fällen hingegen bereits im Säuglings- und Kleinkindalter auf und macht sich durch Symptome wie Asthma, Hautbeschwerden oder Durchfälle bemerkbar. Sollten Sie den Verdacht haben, dass auch Sie sensibel auf bestimmte Nahrungsmittel reagieren, suchen Sie am besten Ihren Arzt auf, der Klärung über die Ursachen liefern kann.


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Glutenunverträglichkeit Symptome Einige Menschen bemerken sofort, wenn ihnen bestimmte Lebensmittel nicht gut bekommen. Andere hingegen bringen gewisse Symptome nicht unbedingt mit einer Glutenunverträglichkeit in Verbindung. Sehen Sie hier eine Liste mit den häufigsten Beschwerden, die durch Gluten verursacht werden können.


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Glutenunverträglichkeit - was tun? Wenn auch Sie die Diagnose Glutenunverträglichkeit erhalten haben, heißt es zunächst einmal: Keine Panik! Zwar sind viele im ersten Moment überfordert, aber mit ein bisschen Übung und vor allem dem richtigen Wissen lässt sich auch mit einer Überreaktion auf Gluten der Alltag gut meistern. Mehr noch: Durch den bewussteren Umgang mit Nahrungsmitteln und ihrer Zubereitung wird Ihre Ernährung wahrscheinlich noch ausgewogener und gesünder werden.

Seit 2005 müssen Lebensmittelhersteller Produkte, die Gluten enthalten, kennzeichnen. Das erleichtert den Einkauf und erspart unangenehme Überraschungen. Außerdem gibt es zahlreiche Anlaufstellen, die über Glutenunverträglichkeit und den Umgang damit informieren. Hilfreiche Adressen sind zum Beispiel www.glutenfreeroads.com, www.glutenfreiheit.org, www.gluten-unvertraeglichkeit-erkennen.de oder www.schaer.com, die unter anderem das eBook "Gluten-free Guide" veröffentlicht haben.