Gesunde Haare: Ernährungstipps und richtige Pflege

Glänzendes, kraftvolles Haar ist der Inbegriff weiblicher Schönheit. Was man in der Jugend kaum zu würdigen weiß, vermisst man später umso mehr. Denn wie die Haut, altert auch das Haar mit der Zeit. Ab Ende Vierzig kämpfen viele Frauen mit dünner werdendem Haar, das zudem immer weniger wird - ein Grund ist oft die hormonelle Umstellung, die der Körper in dieser Zeit mitmachen muss. Mittlerweile hat sich die Beauty-Industrie dieses Problems angenommen und Pflegeserien auf den Markt gebracht, die speziell auf die Bedürfnisse der Haare ab Vierzig abgestimmt sind. Welche Gründe zu Haarausfall bei Frauen führen und wie man mit gesunder Ernährung und guter Pflege vorbeugen kann, zeigen wir hier.

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Blonde, braune, rote Haare, lockig, glatt, dick oder dünn – grundsätzlich ist die Beschaffenheit unserer Haare genetisch bedingt und nicht veränderbar. Auch die Umwelteinflüsse, die unserem Haar schaden, lassen sich nicht einfach ausblenden. Ob die Haare gesund sind, ist aber nicht allein Veranlagungssache: Schutz, gute Pflege und eine ausgewogene Ernährung können vielen Schäden vorbeugen und das Haar widerstandsfähig machen.

Für die Gesundheit der Haare kann man selbst einiges tun. Denn ähnlich wie für die Haut, sind eine gesunde Ernährung und Lebensweise gut für unsere Haare, können sich andersherum aber auch negativ auswirken. Eine ausgewogene Ernährung, viel Obst und Gemüse und ab und zu ein Vitamin-Cocktail sind wie so oft der Schlüssel zu schönem, gesunden Haar.

Wer seine Ernährung optimal ergänzen möchte, der greift zu Präparaten mit dem Beauty-Vitamin Biotin und die Kieselsäure Silicea. Ist das Haar spröde und kraftlos, kann eine mehrmonatige Kur mit diesen Präparaten sinnvoll sein.
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Biotin für schöne Haare
Biotin ist wichtig für das Haarwachstum und sorgt gleichzeitig für schöne Haut und Nägel. Das Vitamin ist zudem an vielen wichtigen Zellteilungsprozessen beteiligt. Da Biotin das Haar von innen stärkt, ist es notwendig, Vitaminpräparate über einen längeren Zeitraum von etwa sechs Monaten zu nehmen, damit ein Effekt sichtbar wird. Wie bei allen Vitaminpräparaten empfiehlt es sich, vor der Einnahme mit einem Arzt zu sprechen. Auch in der Apotheke gibt es viele verschiedene Präparate und die richtige Beratung.

Kräftiges Haar mit Silicea
Die Kieselsäure Silicea unterstützt die Zellerneuerung und stärkt das Bindegewebe, so dass die Haarwurzeln optimal mit Nährstoffen versorgt werden können. Das Haar wächst kräftig und glanzvoll nach und soll nach einer etwa sechsmonatigen Einnahme spürbar dicker sein. Neben der innerlichen Anwendung lässt sich das Gel auch Shampoo oder Haarkur beimischen, um den Effekt zu verstärken.

Wie die Ärztin Dr. med. Stephanie Grabhorn bestätigt, ist auch die Art, wie wir unsere Haare pflegen entscheidend: "Die Haare sollten mit einer schonenden, weichen Bürste gebürstet werden und man sollte darauf achten, dass sie bei einer Spülung gründlich ausgespült werden." Um die Haare möglichst wenig zu schädigen, sollte man sie nach dem Waschen besonders vorsichtig behandeln, denn nasses Haar ist wegen der aufgerauten Schutzschicht viel empfindlicher als trockenes. Denn Schäden, die gar nicht erst entstehen, müssen auch nicht repariert werden.

Haarausfall Mittel
Laut einer Studie der Stiftung Warentest sind die meisten Wirkstoffe, die in Shampoos Haarausfall verhindern sollen, nicht uneingeschränkt empfehlenswert. Die beste Bewertung erhielt der Wirkstoff Minoxidil.

Immer mehr Hersteller bieten mittlerweile Produkte an, die zwar nicht unbedingt den Haarausfall stoppen können aber das Haar optisch verjüngen sollen. Die Idee: Wenn die Alterung der Zellen in Kopfhaut und Wurzel gebremst werden kann, bleiben auch die Haare voller und kräftiger. Anti-Aging-Produkte, die in der Gesichtspflege längst dazu gehören, sind endlich auch bei den Herstellern von Haarprodukten angekommen.

Haarausfall Hormone

Viele Frauen kennen das Phänomen: Während einer Schwangerschaft sind die Haare so dicht und glänzend, wie nie zuvor und auch beim Kämmen bleiben kaum Haare in Kamm oder Bürste zurück. Dieser traumhafte Zustand lässt jedoch kurz nach der Geburt schlagartig nach. Plötzlich werden die Haare spröde und glanzlos, oder sogar grau und in der Bürste bleiben ganze Strähnen zurück.

 
Mediziner machen dafür nicht den Stress der ersten Zeit mit einem Neugeborenen verantwortlich, sondern gehen davon aus, dass der starke Abfall des Sexualhormons Östrogen nach einer Schwangerschaft für diesen rapiden Abschwung verantwortlich ist. Das Gute in dieser Phase: Der Östrogenspiegel pendelt sich wieder ein, was wiederum das Haar stärkt.


In den Wechseljahren sinkt der Östrogenspiegel zwar nicht so rapide ab, dafür aber leider dauerhafter, was zahlreiche Symptome mit sich bringt, von denen eines der Haarausfall ist. Eine Hormonbehandlung während der Wechseljahre soll auch auf die Beschaffenheit von Haut und Haaren einen positiven Effekt haben, ob die Einnahme aber grundsätzlich sinnvoll oder zu risikoreich ist, bleibt unter Ärzten umstritten.

Noch mehr Infos zu gesunden Haaren finden Sie hier.

Im Video verrät Schauspielerin Catherine Deneuve das Geheimnis ihrer blondierten Haare. Sehen Sie selbst, welche Tricks die Blondine anwendet, damit ihre gefärbten Haare über die Jahre strahlend schön und gesund geblieben sind.