Augenlidstraffung: Kleiner Schnitt, große Wirkung

Wem hilft eine Augenlidkorrektur, worauf muss man im Vorweg achten? Dr. Jan Nebendahl, Leiter des Zentrums für Plastische und Ästhetische Chirurgie am Dermatologikum Hamburg, gibt Auskunft.

Augenlidkorrektur

Nicht mehr länger müde aussehen: Viele Menschen ziehen eine Augenlidstraffung in Betracht.

Gibt es den typischen Patienten für eine Augenlidkorrektur?
Manche Menschen leiden schon in jungen Jahren unter Schlupflidern, bei anderen
kommt es erst durch die Hautalterung zu hängenden Oberlidern. Deshalb ist das Spektrum der Patienten groß. Letztlich haben sie aber alle dasselbe Anliegen. Oft höre ich von Patienten, dass sie trotz erholsamer Nachtruhe morgens von den Kollegen gefragt werden, ob sie um die Häuser gezogen sind. Sie haben keine Lust, noch länger müde und auch erschöpft auszusehen, obwohl sie es gar nicht sind.

Wie muss man sich den Eingriff vorstellen?
Mit einem kleinen Schnitt in der natürlichen Lidfalte werden die überschüssige Lidhaut und bei Bedarf Fettanteile entfernt. Diese Narbe ist später unsichtbar, sie verheilt kosmetisch unauffällig und wird durch die Lidfalte verborgen. Meist führen wir den Eingriff ambulant durch. Er dauert rund 90 Minuten, in der Regel reichen örtliche Betäubung mit oder ohne Dämmerschlafnarkose.

Was kann schieflaufen?
Für ein langfristig schönes Ergebnis gilt: Weniger ist mehr. Niemand will nach dem Eingriff in den Spiegel blicken und sich dort mit weit aufgerissenen Augen wiederfinden, weil zu stark eingegriffen wurde. Außerdem muss ein harmonisches Gesamtbild entstehen,
der Blick soll offen und wach wirken, aber zum Alter des Gesichts passen. Man kann am Auge im Prinzip nur einmal nachkorrigieren, Patienten sind also gut beraten, den Eingriff wirklich nur bei ausgewiesenen Experten durchführen zu lassen.

Stichwort Downtime. Braucht man nach dem Eingriff Urlaub?
Man muss in der Tat mit Rötungen und Schwellungen rechnen, die etwa 14 Tage lang sichtbar sind. Ob man deswegen Urlaub nimmt oder einfach nur mit Sonnenbrille aus dem Haus geht, entscheidet natürlich jeder Patient selbst.

Mit welchen Kosten ist zu rechnen?
Für eine Oberlidstraffung bei einem Facharzt für plastische und ästhetische Chirurgie muss man mindestens 1.700 Euro bezahlen. Ein Pauschalhonorar gibt es nicht, die Kosten sind abhängig vom Umfang des Eingriffs. Bei einem sehr stark ausgeprägten Befund bezahlen die Krankenkassen den operativen Eingriff.