ASS-Studie: So gefährlich kann Aspirin sein

Bei Kopfschmerzen greifen viele Menschen zu Aspirin-Tabletten. Das Schmerzmittel soll allerdings nicht ganz so unbedenklich sein, wie gedacht, wie eine britische Studie zeigt.

Risiken von Aspirin

Die Einnahme von Aspirin ist bedenklicher als gedacht.

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Hand aufs Herz: Nehmen Sie bei plötzlich auftretenden Kopfschmerzen nicht auch unbedacht zur Aspirin-Tablette? Wenn Sie dieses im Fachblatt "The Lancet" veröffentlichte Studienergebnis lesen, wenn Sie dies in Zukunft garantiert nicht mehr so leichtfertig tun.

Im Rahmen der Untersuchung nahmen die Forscher um Prof. Peter Rothwell von der Universität Oxford Gesundheitsdaten von mehr als 3.000 Patienten unter die Lupe. Ein Großteil der Probanden hatte nach einem Schlaganfall oder Herzinfarkt die tägliche Einnahme von Aspirin verordnet bekommen.

Das erschreckende Ergebnis

Patienten im Alter von 75 Jahren wiesen ein zehnmal höheres Risiko für lebensbedrohliche innere Blutungen, die von dem Medikament ausgelöst wurden. Demnach verursachte Aspirin in Großbritannien jährlich in 20.000 Fällen lebensbedrohliche Nebenwirkungen wie Magenblutungen, die in 3.000 Fällen sogar tödlich endeten.

Angesichts der Studienergebnisse sei das Verhältnis von Risiko und Nutzen einer langfristigen täglichen Einnahme von Aspirin bei älteren Menschen zu überdenken, so die Forscher.