Apple Watch Series 3 – Perfekt zum Sport?

Die Apple Watch Series 3 soll unabhängig vom Smartphone funktionieren und auch Sportler begeistern. Doch stimmt das auch? Unsere Redakteurin legt Ihre Sportuhr nie zur Seite und hat sich einem Experiment unterzogen.

Wie schlägt sich die Apple Watch Series 3 beim Sport?

Wie schlägt sich die Apple Watch Series 3 beim Sport?

Das Besondere an der Apple Watch Series 3

Bevor ich meine persönliche Erfahrung mit der Apple Watch Series 3 teile, ein paar grundlegende und meiner Meinung nach wichtige Informationen zu dem gehypten Produkt.

 
Die wichtigste Neuerung ist ein Modul, das die Apple Watch mit den Netzen LTE und UMTS verbindet. Der Vorteil des Ganzen: Dadurch muss das iPhone nicht mehr in Reichweite sein, um Daten zu empfangen oder zu telefonieren. Theoretisch könnte man sein Smartphone also beim Joggen zu Hause lassen.

Die Sensoren an der Unterseite der Apple Watch 3 messen die Herzfrequenz, beim neuen Modell kann auch der VO2max-Wert, also die maximale Sauerstoffaufnahme im Blut, ermittelt werden (lässt sich über die Health-App ausspielen). Auch ein Barometer ist vorhanden und soll unabhängig vom iPhone die Höhenmeter genau darlegen. Das Ganze klingt vielversprechend, besonders der VO2max-Wert macht neugierig.

Joggen mit der Apple Watch

Ich laufe parallel mit meiner Fitbit Ionic, die abgesehen vom VO2max-Wert viele hilfreiche Informationen liefert und meiner Ansicht nach eine wunderbare Sportuhr für Hobbyläufer ist.

Vergleiche ich die GPS-Daten nach einigen Läufen und diverser Distanzen, so lassen sich minimale Unterschiede feststellen. Die Apple Watch misst tatsächlich ein genaueres GPS-Signal. Für mich persönlich ein ausschlaggebender Faktor, wenn man viel auf Bestzeit und km/h laufen möchte.
Über die vorinstallierte Fitness-App kann man auch ein Trainingsziel wählen, zum Beispiel eine gewisse Anzahl an Kalorien verbrennen oder aber eine ausgewählte Distanz zurücklegen. Für Läufer ist es außerdem besonders relevant, Informationen über Ruhephasen etc. zu erhalten. WatchOS 4 verfügt über eine aktualisierte Herzfrequenz App, die noch mehr Einblicke in die Herzfrequenz bietet, darunter Messungen in Ruhephasen, bei Trainings, beim Erholen, beim Gehen und während Atemübungen. Klingt ganz gut!
 
Tolles Goodie
: Die Smartwatch stoppt automatisch, wenn man anhält – mit ungefähr einer Verzögerung von einer Sekunde. Mein iPhone kann ich übrigens getrost zuhause lassen. Doch lohnt sie sich wirklich für eine Anschaffung zum Sport?
Die Apple Watch Series 3 in der Nike Edition

Die Apple Watch Series 3 in der Nike Edition


Fazit: Apple Watch für Sportliebhaber?

Für mein persönliches Fazit möchte ich in erster Linie den sportlichen Nutzen beleuchten.
Wer sich die Apple Watch zum Sporttreiben zulegen möchte, der sollte lieber in einen guten Fitnesstracker investieren. Für iPhone-Nutzer, Apple Music-Liebhaber und Gadget-Fans ist die Apple Watch hingegen eine gute Alternative: Dank unzähliger Fitness-Apps lassen sich informative Daten ermitteln, die auch für Läufer interessant sind.

Dennoch: Wer sein iPhone zuhause lässt, wird sich früher oder später mit einem sehr schnell leer werdenden Akku rumschlagen müssen. Die Uhr ohne iPhone zu nutzen ist für längere Zeit kaum möglich oder sinnvoll. Die Apple Watch Series 3 ist definitiv ein Hingucker am Handgelenk und hat bei mir den Lauftest bestanden, auch weil die vielen Informationen am Ende eines Trainings ein großer Motivationsfaktor sind. Nichtsdestotrotz halte ich etablierte Fitnesstracker für diejinigen, die mehr als Hobbyläufer sind, für sinnvoller.