Entspannung auf den Punkt: So funktioniert Akupressur

Mit sanftem Druck Schmerzen lösen: Die Akupressur stammt aus der Traditionellen Chinesischen Medizin und kann im Gegensatz zur Akupunktur auch von Laien angewendet werden. Wir erklären, wie die Druckpunktmassage funktioniert und wie Sie sie sinnvoll in Ihren Alltag einbauen können.

Wie funktioniert Akupressur? Um Akupressur zu verstehen, benötigt man einen Einblick in die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM ): Sie beruht auf zwölf sogenannten Meridianen, durch die die Lebensenergie, das Qi, zirkuliert. Es wird angenommen, dass jeder Meridian einem bestimmten Organ zugeordnet werden kann. Während bei einem gesunden Menschen das Qi ununterbrochen fließt, sollen Blockaden der Energiebahnen dazu führen, dass auch ein Organ nicht mehr uneingeschränkt arbeiten kann. Werden bestimmte Punkte entlang der Meridiane stimuliert, soll die Lebensenergie wieder frei fließen können und Heilungsprozesse aktiviert werden. Darüber hinaus wird der Behandlung der Energiepunkte ein positiver Einfluss auf den Geist und die Stimmung nachgesagt, auch gegen Spannungen, Stress oder Schmerzen soll sie unterstützend wirken.
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Ätherische Öle und ihre Wirkung

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Akupressur selbst machen? Natürlich gehört die Akupunktur, bei der die Energiepunkte mit Nadeln stimuliert werden, in die Hand erfahrener Heilpraktiker. Akupressur hingegen, deren Wirkung auf Stimulation der Akupunkturpunkte mit Druck basiert, ist durchaus zur Selbstbehandlung geeignet. Sie beruht auf Traditionen und jahrtausendealter Erfahrung in der fernöstlichen Medizin. Es gibt einige unterschiedliche Akupressur Techniken, welche sich vor allem im Rhythmus und der Stärke des ausgeübten Drucks unterscheiden. Trotz ihrer Unterschiede, beruhen jedoch alle Techniken auf denselben Akupressurpunkten.

Akupressurpunkte finden Insgesamt soll es über 400(!) dieser Akupressurpunkte am ganzen Körper geben. Wer sich detaillierter damit auseinander setzen möchte, sollte sich auf jeden Fall ein Fachbuch zum Thema zulegen. Die Punkte liegen meist in Vertiefungen zwischen den Knochen, Muskeln und Sehnen. Dort lassen sie sich relativ gut ertasten. Zudem sind sie meistens sehr druckempfindlich.

Akupressur - so geht's Für die Behandlung nutzt man lediglich die Spitzen von Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger, in Einzelfällen auch mehrere Finger oder die Handfläche. Darüber hinaus gibt es verschiedene Hilfsmittel, die die Anwendung erleichtern sollen oder die Behandlung an unerreichbaren Stellen, wie zum Beispiel dem Rücken, ermöglichen (z.B. Yantramatte mit über 8820 kalibrierten Akupressurspitzen, deren Anwendung einer Rückenmassage ähnelt).

Zur Akupressurbehandlung werden die Fingerkuppen in der Regel fest auf einen Punkt aufgelegt oder kreisende Bewegungen durchgeführt. Für die Intensität gilt: Immer nur so stark drücken, dass es leicht schmerzhaft ist, aber keinesfalls zu intensiv. Unterschiedliche Stellen werden unterschiedlich lang und intensiv behandelt.
 
Akupressur für Zwischendurch Einer der wirksamsten Punkte gegen (Kopf-)Schmerzen ist der so genannte Hegu-Punkt. Spreizen Sie Daumen und Zeigefinger der rechten Hand (bei Rechtshändern, bei Linkshändern an der linken Hand) ab, um ihn zu erstasten: Etwa dort, wo sich die Knochen des Daumens mit denen des Zeigefingers treffen, spüren sie eine Vertiefung. Dort liegt der Hegu-Punkt. Drücken Sie mit dem Daumen der linken Hand fest auf diesen Bereich, bis Sie ein deutlich schmerzendes Gefühl verspüren.
 
Bei Nackenschmerzen bietet sich der Fengchi-Punkt an: Er liegt in der Vertiefung zwischen Nacken und Ohr (am Haaransatz). Hier rund eine Minute beidseitig mit den Daumen konstant drücken.